Insbesondere in Südwesteuropa steigen die Infektionszahlen wieder an. Wir haben unsere Korrespondenten in Frankreich, Spanien und Italien nach dem aktuellen Stand und ihrer Perspektive auf Deutschland gefragt.

Stuttgart - In Frankreich haben die Infektionszahlen einen neuen Rekordwert erreicht. Rund 10.000 positive Fälle wurden von Donnerstag bis Freitag verzeichnet. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Angst vor der zweiten Welle

Auch in Spanien und Italien steigen die Zahlen wieder stark an. Darum haben wir mit unseren Korrespondenten aus Paris, Rom und Madrid gesprochen und nachgefragt, wie die europäischen Nachbarn auf das kritische Infektionsgeschehen reagieren.

Traumata sitzen tief

„Man hat einfach gesehen, dass das Gesundheitssystem sehr schnell kollabiert ist“, sagt Martin Dahms über die frühe Phase der Pandemie in Spanien, die viele Todesopfer gefordert hat. Dominik Straub, der sich während des Lockdowns im italienischen Bergamo aufgehalten hat, berichtet, dass die Italiener noch immer traumatisiert seien: „Das können die Menschen einfach nicht vergessen. Und deshalb ist auch die Disziplin und das Verständnis für die Maßnahmen nach wie vor sehr hoch.“

Verwunderung über Deutschland

Nach Deutschland, das, gemessen an den Todeszahlen, vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen ist, blicken die europäischen Nachbarn teilweise mit großer Verwunderung. „Man fragt sich in Frankreich schon, warum Deutschland trotz der großen Erfolge, jetzt mit Demonstrationen konfrontiert ist, die es in Frankreich so auf keinen Fall gibt“, sagt Pariskorrespondent Knut Krohn. Sehen sie das Interview in voller Länge im Video.

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