Bei der Rückreise aus einem Risikogebiet ist ein Corona-Test verpflichtend. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Zahl der Gebiete in Europa, für die eine Reisewarnung ausgesprochen wurde, steigt weiter. In unserer Bildergalerie zeigen wir, welche Regionen betroffen sind. Unsere Karte verschafft zudem einen Überblick, welche Länder weltweit als Risikogebiete gelten.

Stuttgart - Die Zahl der Risikogebiete in Europa steigt weiter an. Das Auswärtige Amt und das Robert-Koch-Institut warnen wegen der Coronavirus-Pandemie grundsätzlich vor nicht notwendigen, touristischen Reisen. Aber alleine auf unserem Kontinent gibt es zahlreiche Regionen, oft sogar ganze Länder, die zum Risikogebiet erklärt wurden und für die Reisewarnungen gelten.

50 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen

Laut dem Auswärtigen Amt und dem Robert-Koch-Institut werden diese ausgesprochen, wenn in einem Land oder in einer Region die Zahl der Neuinfizierten im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten wird. Jetzt wurde die Liste um neue Gebiete erweitert. Die Aktualisierungen sind ab dem 9. Januar gültig. Unter anderem gilt nun wieder gesamt Kontinentalfrankreich als Risikogebiet. Seit über einem Monat gilt bereits für das gesamte Land Italien eine Reisewarnung. Diese sprach das Auswärtige Amt nun auch für die autonome, portugiesische Insel Madeira aus. Dafür nimmt in Finnland die Zahl der Risikogebiete wieder ab. Bereits bestehende Buchungen in betroffene Regionen können kostenlos storniert werden.

Alle Gebiete in Europa, für die eine Reisewarnung ausgesprochen wurde, können Sie sich in unserer Bildergalerie genau ansehen (Stand: 8. Januar).

Auf der folgenden Karte können Sie sich zudem einen Überblick verschaffen, welche Länder und Regionen weltweit zu Risikogebieten erklärt wurden (Stand: 8. Januar).

Regeln für Ein- und Ausreise

Das Einreisen in diese Regionen ist von den jeweiligen Ländern in vielen Fällen grundsätzlich erlaubt, das Auswärtige Amt rät allerdings davon ab. In manche Staaten gelten dabei noch zusätzliche Vorschriften. So wird bei einer Einreise nach Portugal bei jedem Reisenden die Körpertemperatur gemessen. Wer nach Irland möchte, muss dafür ein Formular mit Kontaktdaten und dem Wohnort im Land ausfüllen. Das belgische Außenministerium stuft Deutschland als „rote Zone“ ein. Wer trotzdem nach Belgien einreisen will, muss deshalb zunächst elektronisch ein sogenanntes „Passenger Locator Form“ ausfüllen. Bei einigen anderen Staaten gilt bei der Einreise grundsätzlich eine Quarantänepflicht. In Ungarn, Dänemark (mit Ausnahme von Personen aus Schleswig-Holstein) und Finnland ist das Einreisen für deutsche Staatsbürger beispielsweise komplett untersagt. Aktuelle Einreise-Informationen zu den jeweiligen Ländern finden sich immer auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.

Bei einer Rückreise aus einem ausgewiesenen Risikogebiet nach Deutschland besteht eine Pflichtquarantäne von zehn Tagen. Wer nach frühestens fünf Tagen nach Beginn der Isolierung ein negatives Testergebnis vorlegen kann, darf mit einer Verkürzung oder Aufhebung der Quarantäne rechnen. Die Tests sind seit dem 1. Dezember allerdings nicht mehr kostenlos. Einreisende aus Risikogebieten sind dazu verpflichtet, sich unverzüglich nach Rückkehr über eine digitale Einreiseanmeldung anzumelden. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu hat das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Website veröffentlicht. Das Auswärtige Amt rät dazu, sich regelmäßig über die sich schnell verändernde Lage zu informieren.

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