Wird der S-Bahnhalt Flughafen auch für Fernzüge ausgebaut? Foto: Leif Piechowski/Leif Piechowski

Das Genehmigungsverfahren für den Stuttgart-21-Abschnitt am Flughafen ruht. Das Regierungspräsidium fordert von der Bahn Unterlagen für einen möglichen Gäubahntunnel, die diese aber gar nicht hat. Der Vorschlag zu der weiteren Röhre stammt vom Bund.

Stuttgart - Für das Genehmigungsverfahren des S-21-Abschnitts zur Anbindung des Flughafens an die Gäubahn gibt es keinen konkreten Zeitplan, wie das Regierungspräsidium (RP) mitteilt. Es steht der Erörterungstermin aus, bei dem über die eingereichten Pläne für einen Ausbau des S-Bahnhalts am Flughafen und eine Verbindungskurve bei Rohr diskutiert wird. „Ein konkreter Termin kann derzeit nach den Äußerungen von Staatssekretär Bilger nicht benannt werden“, sagt eine RP-Sprecherin. Hintergrund sind Untersuchungen des Bundes zum Ausbau der Gäubahn, bei dem der Flughafen mit einem Tunnel angebunden wird. Darüber informierte Steffen Bilger, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium kürzlich.

Bahn: Abwägung von Varianten ist übliches Verfahren

Regierungspräsident Wolfgang Reimer (Grüne) hat die Bahn gebeten, „ergänzende Unterlagen zum Gäubahntunnel vorzulegen“. Verschnupft über den Vorstoß Bilgers hatte sich Reimers Parteifreund, der Landesverkehrsminister Winfried Hermann gezeigt, Ein Bahnsprecher erklärt, man halte „an der mit den Partnern des Projekts vertraglich vereinbarten Antragslösung zur Anbindung der Gäubahn an den künftigen Hauptbahnhof über den Flughafen fest“. Das Anhörungsverfahren könne fortgesetzt werden. Eine Abwägung von möglichen Varianten sei ein übliches Vorgehen. „Dessen ungeachtet liegen uns keine Unterlagen des Bundes zu einem möglichen Gäubahntunnel vor.“ Die RP-Sprecherin stellt klar, es entscheide „letztendlich die Bahn, wie sie ihren Antrag weiter behandeln will“.

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