Auf dem Cannstatter Wasen demonstrierten am Samstag Tausende gegen die Corona-Maßnahmen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Am Samstag demonstrierten nicht nur in Stuttgart Tausenden Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist besorgt darüber, dass auch Rechtspopulisten teilnahmen.

Stuttgart - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sorgt sich um eine Unterwanderung von Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretikern bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen. Wenn jetzt solche Kräfte bei den Demos mitmischten, dann „besorgt“ ihn das, wie er am Dienstag in Stuttgart sagte. Als erfahrener Politiker müsse er damit rechnen, dass Bürger unzufrieden seien und die Akzeptanz von Maßnahmen in der Corona-Krise abnehme. „Allerdings sind da auch Leute dabei, die ein ganz anderes Spiel spielen: Verschwörungstheoretiker, Rechtspopulisten, die ihren Kurs gewechselt haben und auf einmal strikt alles ablehnen“, sagte Kretschmann.

Tausende Menschen auf dem Wasen

Mehrere Tausend Menschen sind dem Protest der Initiative „Querdenken“ gefolgt und haben am Wochenende in Stuttgart für die Einhaltung von Grundrechten und gegen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus demonstriert. Bei der als „überparteilich“ bezeichneten Demonstration forderte Initiator Michael Ballweg, Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit einzuhalten. Kritiker befürchten eine Unterwanderung durch Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker.

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