Ministerpräsident Winfried Kretschmann meldet sich in der Corona-Krise zu Wort. Foto: dpa/Jana Hoeffner

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Menschen in Baden-Württemberg wegen der Coronakrise auf schwere Zeiten eingestimmt.

Stuttgart - „Unser Gesundheitssystem wird jetzt auf eine harte Probe gestellt. Immer mehr Menschen werden erkranken“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in einer vorab übermittelten Rede, die am Freitagabend im Südwestrundfunk (SWR) ausgestrahlt werden sollte. Immer mehr Patienten würden eine Beatmung benötigen - auch junge Menschen. Man tue alles, um darauf gut vorbereitet zu sein.

Kretschmann: „Wir stehen noch immer am Beginn der Krise“

Kretschmann bekräftigte: „Wir stehen noch immer am Beginn der Krise.“ Die größte Herausforderung komme noch. „Wir wissen heute noch nicht, wie lange wir das öffentliche Leben beschränken müssen.“ Es sei viel zu früh, um Entwarnung zu geben oder über ein Ende der Einschränkungen zu reden. „Es wird noch mindestens acht bis zehn Tage dauern, bis wir seriös darüber diskutieren können.“ Er forderte die Menschen auf, weiter so diszipliniert zu sein und zusammenzuhalten.

Zusammenhalt sei in der Krise der größte Trumpf

Kretschmann hatte die Industrie Anfang der Woche aufgerufen, bei der Herstellung medizinischer Produkte zu helfen. „Die Resonanz ist überwältigend.“ Mehr als hundert Unternehmen hätten sich gemeldet. „Wir bündeln ihre Angebote, damit am Ende das herauskommt, was wir am Dringendsten brauchen.“ Zudem hätten sich mehr als 1500 pensionierte Ärzte und mehr als 4000 Medizinstudenten gemeldet, um in den Kliniken zu helfen. „Diese Beispiele zeigen: Unglaublich viele Menschen packen an und helfen mit.“ Zusammenhalt sei in der Krise der größte Trumpf.

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