Heinz Morhard (rechts) wurde wieder zum Bürgervereinsvorsitzenden gewählt. Foto: /Gerd Müller (z)

Der Bürgerverein Mühlhausen hat bei seiner Mitgliederversammlung über aktuelle Entwicklungen und Probleme mit Vertretern der Stadt diskutiert.

Mühlhausen - Vereinsmitglied Thomas Fuhrmann berichtete aus seinem neuen Alltag als Finanzbürgermeister, als Verantwortlicher für die Wirtschaft, die Finanzen und die Beteiligungen der Landeshauptstadt Stuttgart. Wie der Schriftführer des Bürgervereins, Friedrich-Andreas Hühn, erklärte, habe Fuhrmann die strukturellen Arbeitsabläufe gelobt, doch insgesamt gelte es für die Verwaltung, effizienter zu werden.

Warten auf die neue Ortsmitte

Mühlhausens Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann ging, so Hühn, auf die tagesaktuellen Themen im Stadtteil Mühlhausen ein. Zu den wichtigen Projekten zählte er den Spielplatz im Schlosspark, welcher in der Bürgerbeteiligung zum Bürgerhaushalt 2021/22 auch hoffnungsvoll stehe. Für die Ampelanlage an der Mönchfeld-/Arnoldstraße bestehe noch Hoffnung, dass sie in diesem Jahr erneuert werde. Des weiteren habe Bohlmann die Projekte Kita- und Schulsituation im Stadtbezirk genannt, das Thema Schafhaus und die Umsetzung des Verkehrsstrukturplans. Diese soll im zweiten Halbjahr weitergehen, habe der Bezirksvorsteher angekündigt. Auch werde noch auf die neue Mitte bei der Turn- und Versammlungshalle und die Kaufland-Kreuzung gewartet, die verbessert werden soll.

Auch sei der Bezirksvorsteher auf das Thema Hochwasser und Starkregen eingegangen. Dank hiesiger, hilfsbereiter Landwirte sei die Schlammlawine in drei bis vier Tagen beseitigt worden. Bohlmann habe auch beim Thema Starkregen und Hochwasser auf das Feuerbachtal verwiesen, in dem seit langem eine Lösung für das nächste Hochwasser gefordert werde. Angedacht sei die Retention des Hochwassers im Naturschutzgebiet. Die jetzige Situation führe zu verstopfter Kanalisation und dadurch zu Abwasser im Haus.

Mangelhafte Schulwegsituation

Anwesende der Versammlung hatten auf die mangelhafte Schulwegsituation verwiesen und zusätzliche Hinweise auf den Fahrbahnen gefordert. Was das Thema Verkehr, Tempo und Überwege für Kinder betreffe, so habe Bezirksvorsteher Bohlmann sich bei der Mitgliederversammlung geäußert, dass es eigentlich bei Tempo 30 keine zusätzlichen Überwege bräuchte. Die Autofahrer müssten sich nur an die bestehenden Regeln halten. Jegliche Geschwindigkeitskontrolle sei ein Personalproblem. Beim Thema Kinderbetreuung resümierte er, dass noch eine längere Durststrecke vor Mühlhausen liege. Er verwies auf die Nachverdichtung, die eine entsprechende Kindergartenbetreuung fordere.

Zum Preisgericht für das Neubaugebiet Schafhaus am 19. Juli waren als sachverständige Berater Petra Müller und Heinz Morhard aus Mühlhausen neben dem Bezirksvorsteher dabei. Sie hätten sich gehört und ernst genommen gefühlt, berichtet Hühn. Abgestimmt haben die sieben Fachrichter (Architekten, Raumplaner und Soziologin) und die sechs Sachpreisrichter (Vertreter aus dem Gemeinderat). Bohlmann habe erklärt, dass der Entwurf mit dem Siegerpreis das Schafhaus mit dem alten Kern von Mühlhausen zusammenbringe. Es entstünden Synergieeffekte. Und: „Der Weidenbrunnen sollte beruhigt werden“. Sechs bis sieben Jahre werde es mit dem Schafhaus noch dauern. Der Gemeinderat stehe hinter dem Projekt. Zu Geruchsbelästigungen durch das Hauptklärwerk Mühlhausen habe der Bezirksvorsteher erklärt, dass da noch ein gefordertes Geruchsgutachten ausstehe.

Vorschläge zu Verkehrsregelungen

Hühn berichtete von den Aktivitäten des Bürgervereins zu den genannten Themen mit Ämtervertretern, dem Klärwerk und Stadträten. Dabei ging es um Hochwasserschutz, Neuplanungen, Verkehrsstrukturplan, Ausfälle, Störungen der Ampel an der Kreuzung Aldinger-/Mönchfeldstraße, Schleichwegverkehr, Tempo 30 in der Aldinger Straße und Taubenplage sowie das Projekt Wechsel und die Projekte des Verkehrsstrukturplans Mühlhausen/Hofen und den städtebaulichen und freiräumlichen Strukturplan Mühlhausen. Der Bürgerverein habe nach Gesprächen mit Bürgern vier Vorschläge an die Stadtverwaltung übermittelt zum Problem des Schleichverkehrs über die Veitstraße.

Vorstand neu gewählt

Der 162 Mitglieder zählende Bürgerverein hat seine Satzung geändert. Er ist weiter aktiv, um das Ortsarchiv im alten Rathaus weiter aufzubauen. Zum Vorstand wurde einstimmig neu gewählt: als Vorsitzender Heinz Morhard, zum stellvertretenden Vorsitzenden Gerhard Roos, zum Schriftführer Friedrich-Andreas Hühn und Carina Rapp als Kassier.

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