Viele Menschen in Afghanistan hoffen das Land auf dem Luftweg verlassen zu können. Foto: AFP/Wakil Kohsar

Wegen ihrer Zögerlichkeit im Umgang mit afghanischen Ortskräften ist die Bundesregierung unter enormen Rechtfertigungsdruck geraten.

Berlin - Angesichts der dramatischen Entwicklung in Afghanistan wehrt sich die Bundesregierung gegen Vorwürfe, viel zu spät mit der Evakuierung von gefährdeten Ortskräften begonnen zu haben. Seit Monaten werde bereits an entsprechenden Verfahren gearbeitet, sagte ein Sprecher von Außenminister Heiko Maas (SPD) am Montag in Berlin. „Richtig ist, dass unsere Einschätzung, wie sich die Lage entwickeln wird, falsch war.“ Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es gehe jetzt darum, so viele afghanische Helfer wie möglich aus Kabul auszufliegen. Es werde einen Zeitpunkt geben, an dem der gesamte Afghanistan-Einsatz politisch bewertet werden müsse. „Heute ist nicht der Tag dafür.“

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