Das Zugangsgebäude des Wasserspeichers ist fast fertiggestellt. Foto: Mathias Kuhn

Die Bauarbeiten am Trinkwasserspeicher am Egerweg liegen im Zeitplan. Die Rohbauarbeiten am Zugangsgebäude werden diese Wochen abgeschlossen. Dann werden die Röhrenspeicher eingesetzt.

Rohracker - Nur wenige Spaziergänger bekommen die Fortschritte oberhalb des Egerweges mit: Mitte Oktober erfolgte dort der Spatenstich für den neuen Trinkwasserbehälter der Netze BW. Das neue Gebäude und die Trinkwasserspeicher werden das bestehende Bauwerk ersetzen, das wenige Meter entfernt steht. Seit 112 Jahren hat es rund 3500 Bürgerinnen und Bürger in Rohracker mit frischem Trinkwasser versorgt. Es ist in die Jahre gekommen. Seine Aufgabe soll der neue Trinkwasserspeicher übernehmen. Trotz der winterlichen Bedingungen liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. „Wir sind mit den Arbeiten am künftigen Zugangsgebäude soweit vorangekommen, dass wir die Rohbauarbeiten vermutlich noch in dieser Woche abschließen können“, sagt Hans-Jörg Gros­curth, der Pressesprecher der Energie Baden-Württemberg (EnBW). Im Anschluss werden sich die Bauarbeiter an die Abdichtungsarbeiten am Gebäude machen sowie die Entwässerungs- und Drainageleitungen verlegen. „Parallel dazu werden ab Anfang März die Erdarbeiten für Montagegruben und der Unterbau für die Polyethylen-Röhren hergestellt werden“, sagt Groscurth.

Dies werden die Autofahrer dann wieder indirekt bemerken. Der An- und Abtransporte des Materials mache eine Sperrung des Speidelwegs für etwa zehn Werktage notwendig, kündigt Groscurth an. Die Sperrung werde frühzeitig angekündigt. Hinweisschilder an den Zufahrtsstraßen am Dürrbachkreisel, in Rohracker und am Frauenkopf werden Autofahrer wieder über die Sperrung informieren.

„Auch bei der Anlieferung der ersten PE-Röhren-Segmente Mitte März muss der Speidelweg nochmals für einige Tage voll gesperrt werden. Gleiches gilt für die Anlieferung des Flüssigbodens sowie für die Anlieferung der restlichen Röhren-Segmente Ende April“, sagt Groscurth. Insgesamt sollen drei unterirdische Röhren in die Erde versenkt werden. Sie sind zwischen 25 und 27 Meter lang und haben einen Durchmesser von drei Metern. Die Röhren werden insgesamt 500 Kubikmeter Wasser fassen können. Der Vorteil dieses „erdangedeckten Röhrenbehälters“: Er ragt zum Tal hin nur etwa vier Meter über das vorhandene Gelände hinaus. Gegen einen Hochbehälter waren Anwohner anfangs Sturm gelaufen und hatten den Kompromiss erwirkt.

Der Einbau der drei imposanten Speicherröhren und damit auch die spürbaren Beeinträchtigungen für die Anwohner sollen bis Juni abgeschlossen sein. „Auch wenn es sich im ersten Moment vielleicht nicht so anhört: Insgesamt haben die Netze BW und die Baufirmen durch viel Feinabstimmung und ein Entgegenkommen der Lieferanten erreicht, die Sperrungen des Speidelwegs auf das Notwendigste zu reduzieren“, bittet Groscurth um Verständnis.

Die weiteren Bauabschnitte sind bereits geplant: „Im Sommer geht es dann an den Innenausbau und im Herbst folgt die Anbindung des neuen Behälters an das Wassernetz“, sagt Groscurth. Bis Ende des Jahres sollen Restarbeiten, wie die Landschafts- und der Wegebau, erledigt werden. Die Netze BW investiert insgesamt rund zwei Millionen Euro. Die gesamten Bauarbeiten sollen spätestens im Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen sein und der neue Wasserspeicher in Betrieb gehen. Nach Abschluss der Bautätigkeit will das Tiefbauamt dann auch einige Fahrbahnbereiche des Speidelwegs sanieren und erneuern.

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