Der Stuttgarter Fernsehturm ist ein beliebtes Fotomotiv. Foto: dpa/Marijan Murat

Das Land und die Stadt den Stuttgarter Fernsehturm als Weltkulturerbe vor. Die deutsche Vorschlagsliste für die Unesco wird 2024 fortgeschrieben.

Stuttgart - Land und Stadt schlagen den Stuttgarter Fernsehturm als Weltkulturerbe vor. Das haben Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und neuer neue OB Frank Nopper (CDU) am Freitag unserer Redaktion bestätigt. Damit ist der erste Schritt getan. Doch der Weg zum Weltkulturerbe ist lang.

Die Nominierung

Anfang 2024 soll die deutsche Vorschlagsliste, die sogenannte Tentativliste, für das Unesco-Welterbe fortgeschrieben werden. Baden-Württemberg kann zwei Nominierungsvorschläge in das von der Kultusministerkonferenz gesteuerte nationale Vorauswahlverfahren einbringen. Das Wirtschaftsministerium wird nach Informationen unserer Redaktion den Stuttgarter Fernsehturm benennen.

Weltkulturerbe in Baden-Württemberg

46 Natur- und Kulturerbestätten in Deutschland stehen momentan auf der Welterbe-Liste der Unesco. Sechs davon liegen in Baden-Württemberg: das Zisterzienserkloster Maulbronn (1993), die Klosterinsel Reichenau (2000),der Obergermanisch-Raetische Limes (2005), die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen (2011), die beiden Le-Corbusier-Häuser in der Weißenhofsiedlung (2016) sowie die Höhlen- und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb im Ach- und Lonetal (2017).

Die Bewerber

Die Bewerbung erstreckt sich meist über mehrere Jahre. Auf der Tentativliste für Deutschland stehen momentan unter anderem die Märchenschlösser in Bayern, die Alte Synagoge in Erfurt und das Residenzensemble Schwerin.