Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei der Eröffnung des Kindermuseums Anoha in Berlin: auch diese Einrichtung bekommt Geld vom Bund. Foto: epd/Rolf Zoellner

Kulturstaatsministerin Monika Grütters legt ihre Pläne vor: Film- und Serienmacher, Museen und Festspiele sollen mehr Geld als je zuvor bekommen.

Berlin - Von der Filmförderung über die Deutsche Welle bis zur Kulturhauptstadt Chemnitz: Im vom Bundeskabinett verabschiedeten Haushalt 2022 sind für Kultur und Medien 2,1 Milliarden Euro vorgesehen. Damit sei der Kulturetat auf Rekordniveau, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Mittwoch in Berlin mit. Das Budget der Deutschen Welle soll demnach mit einem Plus von 13,5 Millionen Euro auf 404 Millionen Euro weiter auf das Niveau vergleichbarer europäischer Auslandssender angehoben werden.Die sächsische Stadt Chemnitz wird vom Bund als Europäische Kulturhauptstadt 2025 bereits 2022 mit 1,5 Millionen Euro in der Vorbereitung gefördert. Für Filme und Serien gibt es 25 Millionen Euro mehr als zuvor. Auch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die viele große Museen in Berlin betreibt, bekommt 5,7 Millionen Euro mehr.

Für Kunst- und Meinungsfreiheit

„Mit dem starken Haushaltsansatz für 2022“, so Grütters“, bereiten wir für Kunst, Kultur und Medien in Deutschland den Weg in die Zukunft. Gerade in diesen Zeiten des Umbruchs bekräftigen wir mit einem Rekordetat unsere gemeinsame Entschlossenheit, die kulturelle Infrastruktur in ganz Deutschland zu bewahren und weiter auszubauen. Dazu gehört auch die weitere Stärkung der vom Bund geförderten Einrichtungen. Nicht zuletzt steht der Bund damit weiter ein für die Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit in Deutschland.“

Die Mittel für die Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, die mit Berlinale, Berliner Festspielen, Martin-Gropius-Bau sowie Haus der Kulturen der Welt erheblich zum Kulturbetrieb in der Hauptstadt beiträgt, steigen gegenüber 2021 um 2,8 Millionen Euro. Für den Bauunterhalt der zahlreichen Liegenschaften stellt der Bund mit 14,9 Millionen Euro mehr Sondermittel als je zuvor bereit. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten erhält 1,7 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Das Parlament muss zustimmen

Für das Jüdische Museum Berlin stehen 2021 knapp 4,5 Millionen Euro zusätzlich bereit, unter anderem für den Betrieb des am heutigen Mittwoch eröffneten Kindermuseums Anoha. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg erhält zur weiteren Förderung der Provenienzforschung über eine Million Euro zusätzlich.

Die neue Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte mit Sitz in Frankfurt am Main wird 2022 mit einer Million Euro institutionell vom Bund gefördert.

Der Regierungsentwurf steht unter dem Vorbehalt des 2. Regierungsentwurfs für den Haushalt 2022 der nächsten Bundesregierung sowie des parlamentarischen Haushaltsverfahrens.

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