Wie grün die Landwirtschaft wird, entscheidet vor allem der Verbraucher Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

Der Verbraucher muss anders essen, wenn die Agrarpolitik der EU klimaschonender werden soll, kommentiert unser Brüssel Korrespondent Markus Grabitz.

Brüssel - Die europäische Landwirtschaftspolitik hat einen weiten Weg zurückgelegt. In den Anfängen der EU in der Nachkriegszeit ging es darum, die Versorgung der Menschen mit den notwendigen Lebensmitteln sicherzustellen. Es war den Politikern viel Geld wert, dass die Bürger wieder etwas auf den Tisch bekamen. Die Wertschätzung nahm mit den Jahren ab. Als es diesmal um die Agrarreform ging, wollte die Politik den Etat dafür beschneiden. Doch jetzt ist plötzlich doch wieder genug Geld für die Bauern da. Die EU hat viele Milliarden zusätzlich zur Linderung der Wirtschaftskrise durch die Corona-Pandemie aufgetan. Erst jetzt wird man sich wieder bewusst, wie wertvoll es ist, wenn Europas Bauern einen Großteil der Lebensmittelversorgung der Bürger garantieren können.

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