Das Warnschild sorgt am Platz wieder erfolgreich für Ordnung. Foto: Iris Frey

Samstags ist richtig was los in Hofen – am neu sanierten Kelterplatz. Der Wochenmarkt lockt viele Kunden an. Die Belebung der Ortsmitte ist gelungen.

Hofen - Erstmals hat Hofen einen Wochenmarkt . Und das auf dem frisch sanierten und umgebauten Kelterplatz. Endlich eine Ortsmitte, sagen die Anwohner. Und samstags ist hier in der Tat richtig was los. Am Metzgerstand steht morgens schon eine lange Schlange von Kunden – im Corona-Abstand. Aber auch die anderen Marktstände sind gut besucht, vom Obst und Gemüse bis zum Wein und den ausländischen Spezialitäten. Kunden und Beschicker freuen sich über das neue Angebot.

Am 4. Juli war der Wochenmarkt gestartet worden. Seit vielen Jahren hatten die Hofener davon geträumt, dass sie frisch vor der Haustür einkaufen können. Jetzt ist es Wirklichkeit geworden. Jeden Samstag öffnet der Markt um 7 Uhr. Dank der Umgestaltung des Platzes und vieler Aktiver.

Verbände, Parteien, Bürger und der Bürgerverein hatten sich stark gemacht. Sabine Schick-Kurfeß, Vorsitzende des Bürgervereins Hofen, freute sich ebenso über die gelungene Umsetzung angesichts der schlechten Nahversorgung. Seit Jahren schon stand ein Metzger-Wagen bei der Volksbank. CDU-Bezirksbeirätin Monika Kurfeß hatte ihn gefragt, ob er auch bei einem Wochenmarkt auf dem Kelterplatz mitmachen würde. Das klappte. Und dann ging alles relativ schnell, sagt Schick-Kurfeß. Auch sie fragte noch verschiedene Beschicker, ob sie mitmachen können und wollen. Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann wurde eingeschaltet. Dieser wandte sich an die Märkte Stuttgart. Und Bürgervereinsmitglied Thomas Fuhrmann als Finanzbürgermeister durfte den Markt eröffnen zusammen mit den Märkten Stuttgart, die ebenfalls alle an einem Strang gezogen haben. Für Fuhrmann war es eine Sternstunde, denn: „Als ehemaliger Bezirksbeirat und Mitinitiator der Umgestaltung des Kelterplatzes und früherer Vorsitzender des Bürgervereins Hofen, ist es mir eine große Freude, selbst die Eröffnung am Samstag vornehmen zu können.“ Neun Stände gibt es auf dem Wochenmarkt. Über die Ferien auch mal etwas weniger. Der Termin samstagvormittags scheint richtig getroffen.

Auch in unmittelbarer Nähe gibt es die Aktivitäten des Bürgervereins mit seinem Ortsarchiv zu verfolgen, welches sich direkt am Kelterplatz befindet. So freuen sich alle Beteiligten, dass der Platz gut angenommen wird. Übrigens auch von der Jugend: Es seien immer Kinder und Jugendliche da, auch auf dem Spielplatz und Leute, die auf den Bänken sitzen. „Genau so wollten wir es“, sagt Schick-Kurfeß, die auch mit dem Bürgerverein daran denkt, dass zur Weihnachtszeit ein Weihnachtsbaum auf dem Kelterplatz aufgestellt werden könnte.

Zuletzt hatten sich mehr als 200 Befürworter um Sabine Schick-Kurfeß und Monika Kurfeß in einer Umfrage für den Wochenmarkt zusammengefunden. Auch Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann freute sich, dass es mit der Einrichtung des Wochenmarkts so rasch geklappt hat. Und Lob gab es vom Geschäftsführer der Märkte Stuttgart, Thomas Lehmann: „Wir haben schon lange mit einem Wochenmarkt in Hofen geliebäugelt und mit dem neu gestalteten Kelterplatz einen perfekten Standort gefunden.“

Lange hatten die Bürger mit Baulärm und Bauarbeiten zu tun gehabt. Denn: Der Kelterplatz war ein Jahr lang für 2,8 Millionen Euro umgebaut worden. Eine große Eröffnungsfeier und Fest zum 900-Jahr-Ortsjubiläum war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Am 26. Mai wurde der Platz mit Bürgermeister Dirk Thürnau, Jürgen Mutz vom Tiefbauamt und Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann in ganz kleiner Runde eingeweiht. Dann gab es in der Folge noch ein paar Verbesserungen. So wurde auch das Schild zum Abladen der gelben Säcke wieder angebracht, damit der Platz nicht zu früh mit den gelben Säcken belagert wird. Seit das Schild da ist, funktioniert es auch, haben Anwohner festgestellt.

Am Kelterplatz gibt es zudem eine neue Anschlagtafel für Vereine mit 36 Feldern, in denen die Institutionen ihre Neuigkeiten, Treffen und Veranstaltungen ankündigen können. Und eine ganz moderne Möglichkeit wurde hier geschaffen, als Pilotprojekt sozusagen, für die Abgabe von Altglas. Dies kann am Kelterplatz mit Unterflurcontainern erfolgen. Damit ist auch weniger Lärm verbunden. Nur noch am Feuersee gibt es eine solche Pilotanlage für Altglas. Und letzte Woche gab es sogar Blasmusik beim Wochenmarkt mit der Halheimer Bauernkapelle, die der Metzgerei-Stand mitgebracht hatte. Auch wenn das Wetter da nicht ganz so sonnig war, wie erhofft, sorgte die Kapelle für gute Unterhaltung.

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