Diese Suppe trifft die Seele: Mit dem Brot unten drin erinnert die Sopa fast schon an eine französische Zwiebelsuppe, eine absolut erwärmende Sache. Foto: Kathrin/Haasis

Der Osterurlaub auf den Balearen wäre angesichts dere Inzidenzzahlen auf der Urlaubsinsel eigentlich eine gute Idee, aber das schöne Mallorca-Feeling lässt sich auch in die Küche verlegen – etwa mit einer Sopa mallorquina.

Stuttgart - So schnell kann es gehen: Vergangene Woche dachte ich noch, sollen sie doch nach Mallorca fliegen, hier ist es auch schön. Jetzt schneit es hier, und ich wäre auch gerne auf den Balearen. Dort hat es gerade 21 Grad, die Sonne scheint, und der Inzidenzwert beträgt mit 24 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern immer noch nur ein Fünftel der Stuttgarter Zahlen. Sich dort aufzuhalten ist also definitiv sicherer als daheim. Im Flugzeug sitzen lauter frisch getestete Menschen, und auf der Insel herrscht auch ein Lockdown. Um 17 Uhr müssen alle Lokale ihre Außenterrassen schließen, Bewirtung im Inneren ist gar nicht erlaubt. Wer nicht im Hotel wohnt, muss also ebenfalls selbst kochen. Aus dem Grund – und damit auch die Daheimgebliebenen auf den Geschmack kommen – gibt es diese Osterferienwoche Sopa mallorquina.

Die rustikale Küche geht auch in vegan

Rustikal ist die landestypische Küche eigentlich mit viel Fleisch von kleinen, süßen Tieren wie Kaninchen, Lamm, Zicklein oder Spanferkel. Frischer Fisch steht logischerweise überall auf der Karte, wenn die Restaurants denn offen haben. Aber der Mallorquiner kann auch vegan. Mehr als ein halbes Dutzend Gemüsesorten wirft er in seine ­Traditionssuppe, Speck als Geschmacksverstärker ist da völlig unnötig. Das Gericht gilt als Seelenwärmer und passt perfekt zum  unsteten Aprilwetter in unsteten Zeiten.

Die Zutaten für vier Personen

1 Spitzkohl

½ Blumenkohl

1 Kartoffel

4 Tomaten

5 Mangoldblätter

1 Zwiebel

Olivenöl

Salz

Pfeffer

100 Gramm Babyspinat

2 Knoblauchzehen

3 EL süßes

Paprikapulver

8 dünne Scheiben altes Weißbrot

Petersilie

Die Zubereitung

Gemüse waschen und klein schneiden: Spitzkohl in Streifen, Blumenkohl in Röschen, Zwiebel, Knoblauch, Kartoffel und Tomaten in Würfel, Mangold samt Stielen in Streifen, Babyspinat grob hacken. Zwiebel in reichlich Olivenöl (fünf Esslöffel) andünsten, die beiden Kohlarten und den Knoblauch, die Kartoffel und die Tomaten und den Mangold dazugeben. Gut salzen und pfeffern, mit drei gehäuften Teelöffeln Paprika würzen. Anschließend mit etwa 1,5 Liter Wasser ablöschen und rund 15 Minuten köcheln. Zum Schluss den Spinat zugeben.

Während die Suppe kocht, das Brot in sehr feine Scheiben schneiden und im Ofen bei 150 Grad etwa 10 Minuten lang trocknen lassen. Je zwei Brotscheiben in den Suppenteller legen, die Suppe darüber geben. Mit gutem Olivenöl, am besten aus Mallorca, beträufeln und vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen. Rezeptvarianten mit grüner Paprika oder Pilzen sind auch möglich.

Der Kochtipp

Hobbyköchin
Kathrin Haasis hat immer übriges Brot zu Hause, das zu schade zum Wegwerfen ist. Ansonsten kann man sich „pa de pagès“ bereits getrocknet und dünn geschnitten aus Mallorca mitbringen (lassen).

Der Weintipp

Weinliebhaberin
Kathrin Haasis macht den kulinarischen Mallorca-Ausflug mit einem Rotwein von den Bodegas Cap Andritxol komplett. Die etwas leichtere Cuvée Sa Talaia kostet bei Mövenpick in Stuttgart 18,50 Euro.

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