Ola Källenius hat schon einmal eingelenkt – im Februar. Jetzt lehnt er dies ab. Foto: dpa/Silas Stein

Die guten Quartalszahlen von Daimler wecken Begehrlichkeiten auf der Arbeitnehmerseite. Doch dass Vorstandschef Källenius deren Wunsch erfüllt, war nicht zu erwarten, meint Matthias Schiermeyer.

Stuttgart - Dass sich ein Schwede auf das „schwäbische Gen des Sparens“ beruft, hat natürlich einen besonderen Charme. In der Sache jedoch hat Daimler-Chef Ola Källenius der Arbeitnehmerseite genau das klargemacht, was von ihm zu erwarten war: dass er ungeachtet der unerwartet hohen Milliardengewinne jetzt nicht aufhören will zu sparen. Es wäre sonst die Abkehr von seinem Erfolgsweg gewesen. Denn die Erträge rühren auch aus den in der Krise aufgelegten Abbauprogrammen beim Personal, die sich ähnlich wie bei anderen Herstellern rasch in den Bilanzen ausgewirkt haben.

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