AfD-Fraktionschef Bernd Gögel (Archivbild) Foto: dpa/Kay Nietfeld

Der baden-württembergische AfD-Fraktionschef Bernd Gögel hat sich von der Querdenken-Bewegung distanziert. Noch vor der Landtagswahl hatte Gögel seine Partei als den verlängerten Arm der Bewegung ins Parlament gesehen.

Stuttgart - AfD-Fraktionschef Bernd Gögel hat sich von der Querdenken-Bewegung distanziert. Die Gruppierung sei ins Extreme abgeglitten und könne die normalen Bürger nicht mehr vertreten, sagte Gögel am Dienstag im SWR-Interview. Die Menschen, die sich in der ersten oder zweiten Corona-Welle bei Demos Luft verschafft hätten, seien noch andere gewesen als die Organisatoren und die Gruppen, die sich dann eingemischt hätten.

Noch vor der Landtagswahl hatte Gögel seine Partei als den verlängerten Arm der Bewegung ins Parlament gesehen. „Heute würde ich das nicht mehr sagen.“ Das Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet seit Ende 2020 die Organisationsebene der Querdenker.

Gögel hat den Posten des Fraktionschefs seit 2017 inne

Gögel sieht auch noch Gesprächsbedarf in der AfD beim Thema Klimaschutz. „Da gibt es sicher noch Diskussionsbedarf auch in unserer Partei“, sagte Gögel. „Das Klima verändert sich, die Katastrophen werden häufiger, die Extreme werden stärker und da hat der Mensch sicher einen Anteil daran.“ Es gebe Menschen in seiner Partei, die bezweifelten das. „Da gehöre ich nicht dazu.“

Gögel hat den Posten des Fraktionschefs seit 2017 inne und war als Spitzenkandidat der Partei in den Landtagswahlkampf gezogen. Die AfD musste bei der Landtagswahl im März herbe Verluste hinnehmen. Der Stimmenanteil sackte im Vergleich zur Wahl 2016 um 5,4 Punkte auf 9,7 Prozent ab.

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