Am Mittwoch wurde der Vereins- und Handwerkerbaum auf dem Marktplatz fachgerecht gekappt. Foto: /Rolf Hohl (z)

Der Vereins- und Handwerkerbaum auf dem Cannstatter Marktplatz ist Geschichte. Am Mittwoch wurde die 21 Meter hohe Douglasie fachgerecht gekappt und entsorgt. „Routinemäßig“, so der Maibaumverein.

Bad Cannstatt - Aufmerksamen Wochenmarktbesuchern ist es aufgefallen: Der Vereins- und Handwerkerbaum auf dem Cannstatter Marktplatz, der frühere Maibaum, ist nicht mehr da. Was ist passiert? „Er wurde routinemäßig ausgewechselt“, erläutert Eberhard Köngeter, der Vorsitzende des Maibaumvereins. Alle sieben Jahre wird der Baum getauscht. Zudem waren feuchte und morsche Druckstellen an der Hülse entdeckt worden. Eine nachträgliche Untersuchung hat ergeben, dass der Kern „einwandfrei“ war, die feuchte Stellen nur im äußeren Bereich aufgetreten waren, ergänzt Vorstandsmitglied Rolf Hohl. Eine Gefährdung lag nicht vor, akute Sturzgefahr bestand nicht.

Am Mittwoch war es dann soweit. Kranwagen und Drehleiter wurden aufgefahren, zunächst die Schilder der Vereine und Betriebe entfernt und eingelagert und dann von Handwerkern des Maibaumvereins unter Beteiligung der Berufsfeuerwehr der 21 Meter hohe Baum, eine Douglasie, fachgerecht gekappt und entsorgt. Zweieinhalb Stunden dauerte das Prozedere.

Der Maibaumverein geht auf Nummer sicher. Daher wurde bereits 2018 die sechs Meter hohe Spitze ausgetauscht, ebenfalls mit schweren Gerät. 2018 hatte in Bayern nämlich eine herabfallende Spitze eines Maibaums einen tödlichen Unfall ausgelöst. Der erste Maibaum wurde im Jahr 2000 auf dem Marktplatz aufgestellt. Der Maibaumverein unter der Leitung von Eberhard Köngeter hatte sich dafür ein gesetzt. Bis zur Sanierung des Alten Rathauses wurde das jährliche Aufstellen vollzogen, während des Umbaus ließ die Baustelle keinen Platz für den Baum. 2015 wurde aus dem Maibaum ein Vereins- und Handwerkerbaum, der das ganze Jahr über auf dem Marktplatz stand.

Jetzt soll der vierte Baum aufgestellt werden, mit vollem Ornat. Wann ist noch offen. Wieder wird es eine Douglasie sein. „Die sind am härtesten und widerstandsfähigsten“, so Hohl. Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler regt an, die Vereinigung Cannstatter Vereine und auch den Kübelesmarkt Bad Cannstatt dann mit einzubeziehen.

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