10.07.2019: In der Wilhelma kamen zwei der seltenen Säbelantilopen zur Welt.

 Foto: Wilhelma

In der Wilhelma kamen zwei der seltenen Säbelantilopen zur Welt. Die Tiere gelten in der Natur seit knapp 20 Jahren als ausgestorben und können bis zu zehn Monate ohne Wasser leben.

Stuttgart (dpa/lsw/red)Zwei seltene Säbelantilopen haben in der Stuttgarter Wilhelma das Licht der Welt erblickt. Wegen der nordafrikanischen Herkunft ihrer Art sind sie nach den ägyptischen Gottheiten Anubis und Seth benannt, teilte der Zoo am Mittwoch mit. Gemeinsam mit Zebras und Gazellen leben sie im dortigen Bereich der Trockensavanne. Seit 2016 hält und züchtet die Wilhelma Säbelantilopen.

In der Natur gelten sie seit knapp 20 Jahren als ausgestorben - unter anderem, weil Wilderer es auf ihren säbelartig gebogenen Stirnschmuck abgesehen haben. Sommerhitze stört sie nicht: Bis zu zehn Monate können die Tiere ohne Trinkwasser auskommen, indem sie ihren Flüssigkeitsbedarf ausschließlich über Gräser und Pflanzen decken.

Die beiden Tiere erblickten im April und Mai das Licht der Welt und galoppieren seit kurzem über die Außenanlage, wo sie auch für die Wilhelma-Gäste gut zu beobachten sind. Der ägyptische Ursprung ihrer Namen verweist auf die nordafrikanische Herkunft der Art – wie bei den Müttern Mahedi und auch Isis, die ebenfalls nach einer ägyptischen Gottheit benannt wurde.

Seit 2016 beteiligt sich die Wilhelma an der Haltung und Zucht der bedrohten Spezies. Bereits zum zweiten Mal streifen mit Anubis und Seth zwei kleine Hoffnungsträger über die Trockensavanne des Zoologisch-Botanischen Gartens. Die Anfangszeit hatten sie gut behütet im rückwärtigen Bereich verbracht. Denn Antilopenkälber sind Ablieger und bleiben zunächst versteckt an einem geschützten Ort, wo die Mütter sie nur zum Säugen aufsuchen. Erst im Alter von etwa vier Wochen schließen sich die Jungtiere der Herde an. Die Zusammenführung mit den anderen Savannenbewohnern der Wilhelma klappt in der Regel problemlos. Gelassen ruhen die beiden Jungböcke nun Seite an Seite unter der sengenden Sonne in der Sandkuhle.

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