Nach einer Niederlage zu Beginn drehte Zsófia Posgay (rechts) auf der Planche richtig auf und sicherte sich den Sieg beim Turnier in Moers. Foto: Kühner Quelle: Unbekannt

Moers - Großartig gekämpft, toll gefochten und am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen stand die abgekämpfte Athletin des PSV Stuttgart, Zsófia Posgay, und strahlte über ihren Sieg. „Das ist mein erstes großes Turnier, das ich gewonnen habe“, sagte die 18-jährige Fechterin freudestrahlend nach ihrem famosen Auftritt in Moers.

Dass dieser Erfolg verdient ist, sieht auch ihr Trainer Michael Kühner so: „Zsófia war auf den Punkt topfit, zeigte eine hoch konzentrierte Leistung und war an diesem Tag die beste Fechterin.“

Etwas holprig und mit einer Niederlage startete Posgay in die Vorrunde. Das war allerdings der einzige Ausrutscher an diesem Tag. Dann ging es Schlag auf Schlag. Ohne weitere Niederlage und mit einem Freilos zog sie in die 64er-Direktausscheidung ein. Mit 15:7 bezwang sie die Schwerinerin Kukla, anschließend Pühl aus Neu Isenburg mit 15:5 und traf unter den letzten 16 auf die Ranglistenzweite und Turnierfavoritin Julia Braun aus Bonn. 10:10 stand es nach Zeitablauf und im Sudden Death setzte die 18-jährige PSV Fechterin eiskalt den entscheidenden Siegtreffer. Im Viertelfinale kam sie gegen die Tauberbischofsheimerin Voeste, die sie förmlich mit 15:6 von der Planche fegte. Im Halbfinale gegen die Bonnerin Weiner wartete der nächste Krimi. Auch dieses Gefecht ging in den Sudden Death und Posgay hatte wieder das glücklichere Ende für sich.

Das Finale gegen die Weinheimerin Hohenadel war dann an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Nachdem Posgay mit 11:7 davongezogen war, konterte die Weinheimerin und plötzlich stand es 12:12, die Kampfzeit war um und wieder musste der Sudden Death die Entscheidung bringen. Und zum dritten Mal hatte die Stuttgarterin das glückliche Ende für sich und holte sich mit dem letzten Treffer den Turniersieg. Das Vorrücken auf Platz vier auf der deutschen Rangliste und ein Siegerpokal waren der verdiente Lohn für ein fantastisches Turnier.

Die weiteren PSV-Starterinnen, die A-Jugendlichen Harsányi und Schoch zeigten bei den U 20-Fechterinnen eine ansprechende Leistung und beendeten das Turnier auf den Plätzen 55 (Harsànyi) und 57 (Schoch). In den Vorrunden hatten die zwei Mädchen schon hart zu kämpfen, schafften aber mit jeweils zwei Siegen den Sprung in die Direktausscheidung. Hier gelang es Harsányi, mit einem 15:11 Erfolg über die Schwerinerin Pfennigschmidt in das 64-K.o. vorzustoßen. Gegen die Moerserin Feron war sie jedoch chancenlos und musste nach einer deutlichen 7:15-Niederlage ausscheiden. Auch Katharina Schoch konnte einen Punkt für die deutsche Rangliste ergattern. Sie gewann ihr erstes K.o.-Gefecht gegen Heinrich-Lindner aus Bielefeld nervenstark mit 15:14 und stand ebenfalls unter den letzten 64. Gegen Holze aus Münster war sie aber auch chancenlos und musste sich mit 2:15 geschlagen geben. Michael Kühner

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