Michael Spörer freut sich auf die heute beginnende Runde. Foto: /Torsten Streib

Interview
mit Michael Spörer, der Vorsitzende des Fußball-Bezirks Stuttgart, mahnt mit Blick auf Corona weiter zur Vorsicht.

Bad Cannstatt - Michael Spörer ist seit März 2020 Vorsitzender des Fußball-Bezirks Stuttgart. Die vergangenen beiden Spielzeiten standen im Zeichen von Corona. Auch wenn die Zahlen derzeit wieder steigen, freut sich der Fußballchef auf die kommende Runde, weil „wir unter anderem auch so manche Neuerung haben“, sagt Spörer im Gespräch.

Herr Spörer, was wünschen Sie sich für die Spielzeit 2021/22?

Unser Bezirks-Team wünscht sich eine Spielzeit ohne Unterbrechungen – mit sportlich ermittelten Auf- und Absteigern am Ende der Saison.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass Corona nicht wieder für einen vorzeitigen Abpfiff sorgt?

Das kann niemand vorhersagen. Wir haben es aufgegeben, ständig einen Plan B und C zu entwickeln. Es darf endlich wieder Fußball gespielt werden, das zählt. Freuen wir uns gemeinsam auf die neue Spielzeit.

Nun steigen die Infektionszahlen aber wieder. Was gilt es, für die Vereine zu beachten? Zwölf Partien wurden in der vergangenen Woche im Verbandsgebiet von der Corona Task Force des wfv abgesetzt. Wir dürfen gerade jetzt nicht müde werden, an die Vereine zu appellieren, sich an die Spielregeln zu halten. Gemäß der aktuellen Corona-Verordnung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport haben Trainer, Übungsleiter­Innen und Aktive für Sport im Freien zwar keinen 3-G-Nachweis zu erbringen. Dafür aber bei der Nutzung von Umkleiden, Duschen und Aufenthaltsräumen genau darauf zu achten. Und ganz wichtig: In geschlossenen Räumen besteht immer Maskenpflicht.

Gibt es für den Amateurfußball eine Begrenzung an Zuschauern beziehungsweise was müssen diese auf dem Sportplatz beachten? Nein, solange die Zahl von 5000 Besuchern nicht überschritten wird. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist freilich auch von den Zuschauern auf unseren Sportplätzen einzuhalten. Wir raten unseren Vereinen, gegebenenfalls durch Stadiondurchsagen darauf aufmerksam zu machen. Viele Klubs haben vorbildlich entsprechende Hinweisschilder rund um ihre Sportanlage angebracht. Ganz ehrlich: Es liegt an uns allen, die zurückgewonnene Freiheit auch zu erhalten. Verantwortlich verhalten, das Virus nicht auf die leichte Schulter nehmen, sich impfen lassen – dann behalten unsere Vereine auch den Spaß am Fußball.

Auf welche Veränderungen im Bezirk freuen Sie sich besonders?

Zum Beispiel auf das erstmals angesetzte Saison-Eröffnungsspiel am heutigen Freitag, 27. August. Mit Vaihingen gegen Möhringen kommt es in der Bezirksliga gleich zu einem interessanten Derby. Ein solches Event möchten wir etablieren und dort dann künftig stets die erfolgreichsten Torschützen der einzelnen Spielklassen auszeichnen. Auch die Verleihung von Fairnesspreisen liegt uns sehr am Herzen.

Welche Ziele haben Sie sich und ihr Team für die Runde auf die Fahne geschrieben?

Ganz ehrlich, das Thema Strukturreform steht über allem, der Fußball in Württemberg muss sich neu aufstellen. Wir brauchen eine Veränderung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ferner stehen bei uns das Thema Gewaltprävention und die Neugestaltung der Staffeltage auf der Agenda. Besonders wichtig bleibt freilich der Austausch mit unseren Vereinen, wir sind stets offen für Anregungen und Ideen. Allein das Thema Ehrenamt: Frauen und Männer für das schönste Hobby der Welt zu begeistern, ist längst kein Selbstläufer mehr.

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