Die Frage, ob das eigene Kind vor dem gesetzlichen Termin schon schulreif ist, stellt sich Eltern Jahr für Jahr aufs Neue. Foto: imago images/olesiabilkei

Die Grundschulanmeldung hat begonnen. Wegen der Pandemie haben sich die betroffenen Eltern, Erzieher und Lehrer wenig austauschen können. Ein Lagebericht aus Esslingen.

Esslingen - Den Ausschlag zu dieser Geschichte gab eine Ratlosigkeit in eigener Sache. Der fünfjährige Sohn ist – wie sollte es auch anders sein? – ein helles Kerlchen: interessiert, seiner Umwelt gegenüber aufgeschlossen, sportlich, sprachbegeistert, und singen kann er auch. Doch die Freude über diese Entwicklung wurde im zurückliegenden Halbjahr auf eine harte Probe gestellt. Auslöser war ein Satz, der im September 2020 beim Abholen im Kitaflur an das Mutterohr drang. „Ach, die Emilia* ist auch schon ein Vorschulkind?“ Jene Emilia war zu diesem Zeitpunkt, genauso wie unser Sohn, noch keine fünf Jahre alt. Huch, wer denkt denn da an Einschulung? Anscheinend nicht nur Emilias Eltern. Denn mit Beginn des neuen Kindergartenjahres hielt ein Thema in den Kreis unserer Kita- und Spielplatzbekanntschaften Einzug, das vor den Sommerferien noch gar kein Thema gewesen war: Ist der Nachwuchs nicht eigentlich schon schulreif?

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