Trickbetrüger kontaktieren ihre Opfer oft über Telefonanrufe und fordern sie auf, Geld und Wertgegenstände Boten auszuhändigen. Foto: imago

In sechs Ländern wurden am 18. April nach Ermittlungen des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg 25 Objekte durchsucht und 20 Beschuldigte verhaftet. 16 davon befinden sich in Untersuchungshaft.

Ermittlerinnen und Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) Baden-Württemberg haben ein international agierendes Trickbetrügernetzwerk zerschlagen. In einer der größten Operationen seiner Amtsgeschichte durchsuchten am 18. April hunderte Polizisten unter dem Decknamen „Pandora“ zeitgleich in Deutschland, Albanien, Bosnien-Herzegowina, dem Libanon und Kosovo sowie in Serbien 25 Objekte. Davon waren zwölf sogenannte Callcenter, Telefonzentralen, von denen aus Anrufer sich vor allem bei Senioren als Polizisten, Staatsanwälte, Verwandte, Behördenvertreter ausgaben. Sie schilderten, ein naher Verwandter befände sich in einer Notlage und benötige nun dringend Geld für Kautionen, Anwälte, Strafzahlungen. Deshalb werde man nun einen Polizisten oder Gerichtsbeschäftigten bei den Angerufenen als Boten vorbeischicken, um Geld oder Wertgegenstände abzuholen.

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