Ein Mord wird für Karin Gorniak (re., Karin Hanczewski) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) zur Nebensache. Foto: MDR/MadeFor/Daniela Incoronato

Wenn ein Mord zur Nebensache wird: Die Dresdener Ermittlerinnen Karin Gorniak, Leonie Winkler und Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel stoßen im „Tatort“ die Tür zum blanken Horror auf.

Stuttgart - Die 16-jährige Talia wird Zeugin eines Mordes. Den Ermittlerinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski), Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) und Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) ist das verstörte Mädchen dennoch keine Hilfe.

Dass Talia (Hannah Schiller) sich kaum an verwertbare Einzelheiten erinnern kann, hat einen Grund: Seit sie als Achtjährige den Unfalltod ihrer Mutter miterleben musste, hat Talia einen psychologischen Selbstschutz entwickelt: Sieht oder erlebt sie etwas, das sie emotional überfordert, verdrängt sie die Geschehnisse und verändert ihre Wahrnehmung.

Die Geister der Vergangenheit

Da Talia nun schon wieder etwas Grausames miterleben musste, verstärkt sich auch ihre Parasomnie aus Schlafwandeln, Angstzuständen, Tag- und Albträumen noch weiter. Als würden die verdrängten Geschehnisse sie Tag und Nacht verfolgen.

Talia blockt ab und flüchtet immer tiefer in ihre Scheinwelt aus Geistern und Visionen. Lediglich in Leonie Winkler schöpft das Mädchen Vertrauen. Sie glaubt, ihre verstorbene Mutter in der Kommissarin zu erkennen. Zum Leidwesen der Ermittlerin, die sich nur zögerlich auf so viel Nähe und Verantwortung einlassen möchte. Gorniak und Schnabel verfolgen derweil eine Spur, die bis tief in die finsterste DDR-Geschichte reicht.

Regisseur Sebastian Marka und Autor Erol Yesilkaya liefern mit „Parasomnia“ einen aufwühlenden und emotionalen Horror-Thriller, der den üblichen „Tatort“-Kosmos nahezu bravourös erweitert.

Ausstrahlung: Im Ersten, Sonntag, 15. November, 20.15 Uhr

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