Kitas und Schulen haben für die Christbaumdeko in der Marktstraße gesorgt Foto: Uli Nagel

Der Einzelhandel hat wieder weihnachtlich dekoriert. Altes Rathaus wird zum Adventskalender.

Bad Cannstatt - In Bad Cannstatt wurde in Sachen Weihnachtsmarkt schon viel ausprobiert. Mit dem Sternenmarkt hatte der Einzelhandel endlich ein Format gefunden, das gut in die Fußgängerzone passt und bei den Altstadtbesuchern gut ankam. Doch nach langem Hin und Her wurde die kleine Budenstadt zwischen Erbsenbrunnen und Stadtkirche abgesagt. „Er ist in der Form von 2019 definitiv vom Tisch“, sagt Dirk Strohm, Chef der Altstadt Bad Cannstatt. Allerdings habe man eine kleine Option, kurzfristig Gastronomiebuden anzubieten. „Einige Wirte stehen Gewehr bei Fuß“, so Dirk Strohm.

Doch auch wenn der Sternenmarkt wegen Corona abgesagt wurde, ist weihnachtliche Stimmung in der Altstadt garantiert. Jede Menge mit Kugeln, Lichtern und Päckchen geschmückte Weihnachtsbäume wurden in der Marktstraße aufgestellt. „Für die Deko waren wieder Kitas und Schulen verantwortlich“, sagt Strohm. Selbstverständlich werden die schönsten Christbäume wieder prämiert. Auch die markanten Sternen stehen und der Wunschbaum vor der Stadtkirche, an der Aktion ist die Altstadt ebenfalls beteiligt, hängen die gelben „Wunschzettel“. Das Einzige, was noch fehlt, ist die Krippe vor dem Erbsenbrunnen.

Besonderer Höhepunkt in diesem Jahr ist jedoch der Adventskalender am Bezirksrathaus – eine erstmalige Aktion der Altstadt Bad Cannstatt zusammen mit dem Bezirksamt. Unterstützt natürlich von agentur kmr, die im vergangenen Jahr den Sternenmarkt organisiert hatte. In den vergangenen Tagen haben die Verantwortlichen vorab Klebefolien in Fenstergröße produziert und zusammen mit Farben und Schablonen an Schulen, Kindergärten, Institutionen und Vereine der Region gebracht, um die Folien mit weihnachtlichen Motiven zu bemalen. Die so entstandenen 24 bunten Bilder werden in die Fenster im Rathaus Bad Cannstatt geklebt, und wie beim Adventskalender nach und nach geöffnet und später von innen angestrahlt. Der Clou dabei: Um am jeweiligen Tag der Adventszeit das Bild im Rathausfenster zum Leuchten zu bringen, muss ein vor dem Rathaus installierter „Buzzer“ dies auslösen. Jeder zufällig Vorbeilaufende kann diesen mit dem Fuß bedienen. Der oder dem Glücklichen winkt ein Einkaufsgutschein. Das Fenster leuchtet auf, ein Weihnachtslied, eine Geschichte oder ähnlich Weihnachtliches erklingt – und der Nikolaus kommt aus dem Rathaus und übergibt dem Glücklichen den Inhalt des Adventstürchens.

„Wir möchten mit der Adventskalender-Aktion unter den gegebenen Umständen einen kleinen vorweihnachtlichen Höhepunkt und eine zusätzliche, heimelige Atmosphäre in der historischen Altstadt schaffen“, betont Dirk Strohm.

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