Alexandra Schankula ist die Nummer 1 des Sportbund Stuttgart und spielt mit dem Team in der dritten Bundesliga. Foto: Volker Arnold

Kein Verein in Deutschland hat mehr Teams zum Punktspielbetrieb angemeldet wie der Sportbund Stuttgart.

Stuttgart-Ost - Erfolge gehören zur Geschichte des 1947 gegründeten DJK Sportbund Stuttgart. Nun hat man einmal mehr die Aufmerksamkeit in der Szene auf sich gezogen: Das Tischtennis-Mekka Deutschlands befindet sich im Stuttgarter Osten, eben beim DJK Sportbund Stuttgart. Legt man nämlich das Kriterium der Mannschaftszahl zugrunde, besitzt die Tischtennisabteilung des DJK Sportbund Stuttgart mit 30 Teams bundesweit die meisten Mannschaften. Der „Mammut-Klub“, wie Deutschlands „tischtennis“-Fachmagazin den Sportbund bezeichnet, hatte in der vor kurzem abgebrochenen Saison neun Herren-, fünf Damen-, drei Senioren-, fünf Jungen-, fünf Schüler- und drei Mädchen-Teams am Start.

Erfolgreiche 60er-Jahre

Der Verein aus dem Stuttgarter Osten beziehungsweise seine Tischtennisspieler mischten bereits in den 1960er-Jahren ganz weit vorne mit im deutschen Tischtennisgeschehen. Dreimal wurde das Herrenteam Dritter bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften, 1963/64 sogar Zweiter. Ein Jahr später triumphierten die Stuttgarter bei der ersten Austragung des Europäischen Messestädte-Pokals, dem heutigen ETTUPokal. Nachdem der Sprung in die zur Spielzeit 1966/67 eingeführte 1. Bundesliga knapp verpasst wurde, begann die magere „Plattenzeit“. Leistungsträger verließen den Verein, es erfolgte der Absturz bis zur Bezirksliga. Der heutige 2. Vorsitzende Thomas Walter läutete dann Ende der 1980er-Jahre die Kehrtwende ein, holte den mittlerweile Vorsitzenden Stefan Molsner zum Klub und allmählich führten die beiden den Verein aus dem Stuttgarter Osten wieder in die Erfolgsspur. „Uns war damals unter anderem wichtig, dass wir den Jugendbereich vorantreiben“, sagt Thomas Walter. Dies gelang auch und so standen in den Erfolgsteams der folgenden Jahre auch immer einige Eigengewächse. Unter anderem stellte der Sportbund 1995 den deutschen Schüler-Mannschaftsmeister, 2009 war die Jungen-Mannschaft das Maß aller Dinge in Deutschland. Die männlichen Aktiven waren auch auf dem Vormarsch, kletterten Klasse für Klasse mit dem Höhepunkt 2010 Aufstieg in die 2. Bundesliga. Eine Spielzeit hielt man sich dort, stieg dann im zweiten Jahr ab und sah sich wenig später – nach einem freiwilligen Rückzug – in der Regionalliga wieder. Im Vorjahr gelang dem Team aus dem Stuttgarter Osten dann souverän der Titel und Aufstieg in die dritte Liga, wo man in der vor kurzem abgebrochenen Saison die Tabelle anführte. Gleiches gilt für die Frauen. Auch diese schafften in der Vorsaison eindrucksvoll den Aufstieg in Liga 3 und führte diese zum Abbruchzeitpunkt auch an. Die Planungen sind bei beiden Teams abgeschlossen und man hofft auf die Rückkehr an die Platte im Herbst.

400 Mitglieder

Mit aktuell fast 400 Mitgliedern ist die DJK Sportbund Stuttgart der größte Tischtennis-Verein in Baden-Württemberg, einer der mitgliederstärksten in Deutschland und Arbeitgeber von zehn hauptamtlichen Mitarbeitern, darunter zwei Trainern.

Mehr Infos unter djk-sportbund-stuttgart.de

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