Stefanie Feil (Mitte) erklärt Cornelia Oswald und Maria Haller-Kindler (rechts), wie die temporäre Spielfläche auf der Festwiese genutzt wird. Foto:  

Temporäre Spielflächen sollen Bewegungsangebote für Kinder auf Plätzen bieten, die sonst nicht zur Verfügung stehen. In Münster gab es auch ein Sportangebot für Jugendliche. Die Kinderbeauftragte Maria Haller-Kindler war beeindruckt.

Münster - Das Angebot der temporären Spielflächen in der Stadt sorgte für Aufmerksamt. Damit sollte Kindern die Möglichkeit geboten werden, auch Flächen in der Stadt für Bewegungsangebote zu nutzen, die sonst nicht zur Verfügung stehen. Reguläre Spielflächen sollten in Corona-Zeiten entlastet werden. Das Spielmobil Mobifant sorgte bis zu den Sommerferien für entsprechende Möglichkeiten. „Das ist erfolgreich gelaufen, ich bin zufrieden“, zieht Maria Kindler-Haller, die Kinderbeauftragte der Stadt Bilanz. Andere Städte in Baden-Württemberg, aber auch München riefen bei ihr an, um sich zu erkundigen.

Besonders beeindruckt aber war sie vom Angebot in Münster. Dort hat der Kinder- und Jugendtreff nicht nur an Kinder gedacht, sondern auch Jugendlichen ein Sportangebot auf der Festwiese ermöglicht, montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 19.30 Uhr. In der letzten Ferienwoche wurde wieder damit begonnen. Die Kinderbeauftragte kam persönlich vorbei, um es sich anzusehen. „Das hier ist herausragend“, lobte sie das Engagement. „Es lebt von den Personen, die es organisieren und durchführen.“

Zehn Jahre für ein Gerätehaus gekämpft

Stefanie Feil, die Leiterin des Kinder- und Jugendtreffs, nahm es erfreut zur Kenntnis. Räume und Platz für Jugendliche sei in Münster schon lange ein Thema. Um den Unterstand als Treffpunkt musste hart gekämpft werden. Unter Einsatz des Jugendrates und Bezirksbeirates wurde er erneuert. Vom Jugendrat kam auch der Wunsch nach regelmäßiger Nutzung der Festwiese von März bis Oktober. Das Problem: Diese liegt in der Verwaltung des Schulverwaltungsamtes. „Da ist es schwierig, eine Veranstaltung genehmigt zu bekommen“. berichtet Feil. Es scheitere häufig an der Versicherungsfrage. Zehn Jahre wurde um ein Gerätehaus gekämpft, das jetzt auf dem Gelände steht und für den Kinder- und Jugendtreff eine große Erleichterung darstellt.

Angebot rege genutzt

Dies sorgt bei Haller-Kindler für Unverständnis. „Das ist doch ein toller Platz mit besonderer Atmosphäre.“ Auch Cornelia Oswald, die neue Kinderbeauftragte für den Stadtbezirk Münster, setzt sich dafür ein. „Die Veranstaltung hier stärkt die Gemeinschaft, das ist doch etwas Gutes.“ Die Angebote auf der Festwiese sind vielseitig und werden rege genutzt, wobei das Miteinander ganz selbstverständlich funktioniert.

An diesem Abend übt eine Gruppe das Einradfahren, wird ein Fußballturnier ausgetragen, Yoga angeboten, Volleyball, Tischtennis und Cricket gespielt. Zwischendurch gibt es Platz zum Chillen und zwanglosen Beisammensein. Die Teilnehmer kennen sich. Einige sind inzwischen als Ferienhelfer dabei. „Das freut mich besonders“, berichtet Feil, die seit 2002 im Kindertreff arbeitet und 2011 die Leitung übernahm.

Unterstützung zugesichert

„Dieses Angebot sollte in jedem Fall aufrecht erhalten werden“, setzt sich Haller-Kindler für eine Weiterführung auf der Festwiese ein. „Die Jugendlichen müssen ja irgendwo ihre Energie loswerden.“ Und auch Cornelia Oswald, die seit einem Jahr im Bezirksamt arbeitet und jetzt auch die Aufgabe des Kinder- und Jugendbeauftragten übernommen hat, will sich dafür einsetzen. Der Arbeitskreis Kinder, Jugend und Familie ist bereit, die Patenschaft zu übernehmen.

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