Reds-Pitcherin Annie Stepniak war nicht zu überwinden. Foto: Iris Drobny (z)

Nach zwei weiteren Siegen gegen die Tübingen Hawks (4:0 und 10:1) sind die Softballerinnen des TV Cannstatt vier Spiele vor dem Saisonende nicht mehr einzuholen.

Bad Cannstatt - Die Ausgangssituation vor dem Spieltag in der Softball-Bundesliga war klar: die Bundesliga-Damen des TV Cannstatt hatten mit fünf Siegen Vorsprung bei noch ausstehenden sechs Spielen zwar einen komfortablen Abstand zwischen sich und den Verfolgern herausgearbeitet, doch rechnerisch war es immer noch möglich, auf den dritten Tabellenplatz abzurutschen. Eine Siegteilung würde jedoch den zweiten Tabellenplatz und damit die Playoff-Teilnahme, ein weiterer Doppelsieg sogar die Meisterschaft in der Bundesliga Süd sichern.

Damit war die Marschroute für das Team klar: weiterhin konzentriert das eigene Spiel durchsetzen und den Gegner keinesfalls unterschätzen. Zumal die Reds ohne Nationalspielerin Jennifer Weil antreten mussten, die urlaubsbedingt nicht in Stuttgart war. Centerfielderin Jule Breuninger war hingegen wieder rechtzeitig fit geworden.

Reds mit Startschwierigkeiten

Im ersten Spiel konnten sich die Tübingen Hawks noch relativ gut gegen die Stuttgart Reds behaupten, auch wenn sie offensiv kein Mittel fanden Pitcherin Annie Stepniak und das Abwehrbollwerk der Reds zu überwinden. Lediglich drei Hawks gelangten in den sieben Innings per Hit auf eine Base, ansonsten gab Annie Stepniak bei acht Strike Outs nur einen Hit by Pitch ab. Den Rest erledigte die Stuttgarter Defensive fehlerfrei und souverän, wobei sich besonders Franziska Heinze hervortat. Ihr gelangen mit einem Line-Out auf Kniehöhe im dritten Inning, sowie einem unassisted Double-Play in Durchgang fünf zwei spektakuläre Highlights. Offensiv taten sich die Reds in diesem Spiel aber vergleichsweise schwer, doch sie konnten in den ersten drei Innings jeweils einen Run erarbeiten und im sechsten Inning einen weiteren Run zum Endstand von 4:0 nachlegen und damit das erste Etappenziel, das Erreichen der Playoffs, sicherstellen.

Im dritten Inning platz der Knoten

Im zweiten Spiel übernahm für die Reds Kaleigh Fisher im Pitching-Circle, während die Hawks wie schon im ersten Spiel wieder auf Sina von Zepelin setzten. Diese begann auch mit zwei schnellen Aus, dann schlug Annie Stepniak gleich den ersten Pitch hoch und weit über den Zaun im Leftfield zur Führung für die Reds. Die Hawks konnten ihrerseits zwar direkt im zweiten Inning den Ausgleich erzielen, mehr Zählbares gelang ihnen an diesem Tag allerdings nicht mehr.

Bei den TVC-Softballerinnen platzte dann im dritten Inning der Knoten. Offensichtlich hatten sich die Reds inzwischen auf Sina von Zepelin eingestellt und brachten insgesamt elf Schlagleute an die Platte, die auf sechs Hits insgesamt fünf Runs erzielten, zum zwischenzeitlichen 6:1 für die Reds.

Reds-Nachwuchs mit erstem Hit

Im vierten Inning folgten dann auf drei Hits die Runs Nummer sieben bis zehn. Da den Hawks im fünften Inning kein weiterer Run mehr gelingen wollte, endete das Spiel aufgrund der Run-ahead-Rule mit 10:1 für das Softballteam des TV Cannstatt. Offensive Highlights des Spiels waren der erste Bundesligahit für Reds-Nachwuchsspielerin Maite Homberg, sowie Annie Stepniak mit drei Hits in drei At Bats, davon ein Homerun.

Mit der Meisterschaft der Bundesliga Süd im Gepäck steht für die Reds am kommenden Samstag nun das schwere Auswärtsspiel bei den Zweitplatzierten an, den Grizzlies in Freising, bevor am Samstag, 21. August, die Guggenberger Legionäre aus Regensburg zum Abschluss der regulären Saison im TVC-Ballpark gastieren werden.

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