Reds-Spielerin Kayleigh Fisher (rechts) stoppt die Läuferin an der dritten Base. Foto: /Iris Drobny (z)

Der Softball-Bundesligist Stuttgart Reds verliert auf dem Weg ins Finale um die deutsche Meisterschaft beide Spiele gegen Bonn mit 4:11 und 0:7 und ist ausgeschieden.

Bad Cannstatt -

Pünktlich zum Ende der Sommerferien durften die Softballerinnen der Stuttgart Reds die Capitals aus Bonn begrüßen. Die Gäste hatten zum Abschluss der regulären Saison Titelverteidiger und Top-Favorit Wesseling Vermins schlagen können und traten entsprechend selbstbewusst im TVC-Ballpark zur Halbfinalserie an.

Als nominelles Gastteam begannen die Reds das Spiel am Schlag und Annie Stepniak erzielte auch sofort den ersten Hit für die Reds. Ein Sacrifice Bunt von Jessica Weil brachte sie auf die zweite Base und auf das folgende Ground-Out von Hope Cornell konnte sie sogar die dritte Base erlaufen. Jedoch warfen die Capitals anschließend Kaleigh Fisher am ersten Base aus und die Reds mussten ohne Punkt in die Defensive gehen. Dort konnte zwar die erste Schlagfrau Meredith Ramsey direkt ins Dugout zurückgeschickt werden, anschließend erreichte dann aber Christin Poon durch ein Single das erste Base und wurde von Noemi Weyel mit einem Triple zur Führung für die Capitals ins Ziel geschlagen. Auf einen Fehler in der Reds-Feldverteidigung erzielte Weyel dann auch den zweiten Run für Bonn. Anschließend luden die Capitals zwar noch einmal die Bases, einen weiteren Gegenpunkt wehrte die Reds aber noch rechtzeitig ab. Im zweiten Inning erzielte Jule Breuninger zwar ein Single für die Reds, kam anschließend aber nicht über das dritte Base hinaus. Die defensive Hälfte des Innings brachte dafür aber ein echtes Highlight-Play. Nachdem Meredith Ramsey bei einem Aus auf Base kam, konnten die Reds sich anschließend durch ein spektakuläres Double-Play von Kaleigh Fisher, Jessica Weil und Jennifer Weil die Offensivbemühungen der Capitals ersticken. Im dritten Inning konnten die Reds dann erstmals selbst punkten. Annie Stepniak erzielte ein Double und spielte beim anschließenden Sacrifice Bunt von Jessica Weil ihre ganze Schnelligkeit aus und erreichte direkt von der zweiten Base die Homeplate. Jedoch brachen in der folgenden Defense die Dämme bei den Reds. Die Capitals landeten einige sehr harte Schläge, mit denen sie auch immer genau die Lücken trafen. Damit legten sie auf sechs Hits ganze sechs Runs zur Vorentscheidung von 8:1 hin. In den folgenden drei Innings konnten Stepniak und Jennifer Weil zwar noch drei weitere Runs für den TVC erzielen, da die Capitals ihrerseits jedoch ebenfalls drei Runs erzielten, endete das Spiel im sechsten Inning mit 11:4 aufgrund der Run-ahead-Regel vorzeitig. Damit standen die Reds zu Beginn des zweiten Spiels mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Niederlage wäre das Aus im Kampf um die deutsche Meisterschaft gewesen. Defensiv konnten die Reds im ersten Inning ein schnelles Three up-Three down-Inning erzielen, doch die Offensive wollte gegen die starke Elisabeth Engler nicht ins Rollen kommen. Zwar begann Stepniak das Spiel mit ihrem vierten Hit bei ihrer vierten Schlagchance des Tages, kam auf einen weiteren Sacrifice Bunt von Jessica Weil aber nur an die dritte Base, bevor zwei Strike Outs die Offensivbemühungen der Reds schon wieder beendeten. Dabei gab es erste Irritationen, als Cornell von einem Pitch gestreift wurde, was die Schiedsrichter allerdings anders bewerteten. Dagegen hatten sich die Capitals im zweiten Inning etwas besser auf Kaleigh Fisher eingestellt und erzielten auf drei Hits die ersten beiden Runs.

Während sich die Reds-Schlagleute weiterhin schwer taten und selbst gute Kontakte immer wieder die gegnerischen Handschuhe fanden, konnten die Capitals immer wieder harte Schläge genau in die Lücken landen und im vierten Durchgang mit vier Runs auf zwei Hits, sowie zwei Fehler der sonst so sicher stehenden Stuttgarter Abwehr ihren Vorsprung auf sechs Runs ausbauen. Im Nachschlag wurde Cornell in ihrer zweiten Plate Appearance wieder vom Ball getroffen, was die Umpire ein zweites Mal nicht registriert hatten. Dieses Mal konnte sie den Ärger darüber zwar in ein Double umwandeln, doch das blieb die letzte gelungene Offensivaktion der Cannstatterinnen. Nachdem die Capitals im fünften Durchgang den Run zum 7:0 nachlegten, ging auch Spiel 2 an die Spielerinnen aus Bonn.

Damit stehen die Bonn Capitals als Gegner für Serienmeister Wesseling Vermins in der Finalserie fest, die am kommenden Samstag in Bonn beginnen wird. Für die Stuttgart Reds ist das Thema deutsche Meisterschaft zwar beendet, jedoch geht es am Samstag in der zweiten Runde des Deutschland-Pokals zu Hause gegen die Freising Grizzlies weiter.

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