Der Mann verstarb bei einer „Querdenker“-Demonstration in Berlin. Foto: AFP/PAUL ZINKEN

In Berlin stirbt am Wochenende ein Mann, der an einer „Querdenker“-Demonstration teilgenommen hatte. Nun steht die Todesursache fest.

Berlin - Ein 48-jähriger Mann, der nach einer vorläufigen Festnahme bei einer „Querdenker“-Demonstrationen am Sonntag in Berlin gestorben war, hatte einen Herzinfarkt erlitten. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Montagabend mit. Das sei das vorläufige Ergebnis der Obduktion des Toten.

Den Angaben zufolge hatte er am Sonntagnachmittag am einer verbotenen „Querdenker“-Demonstration teilgenommen und eine Sperrkette der Polizei durchbrochen, dabei einen Polizeibeamten umgerissen und verletzt. Der Polizist habe ihn daraufhin verfolgt, zu Boden gebracht und vorläufig festgenommen. Unmittelbar danach habe der 48-jährige Mann über Schulterschmerzen geklagt, aber zunächst auf einen Arzt verzichtet.

Reanimations bleibt erfolglos

Später habe er erneut über Schmerzen geklagt, so dass die Polizei einen Rettungswagen angefordert habe, der nach wenigen Minuten eingetroffen sei. Nachdem er gegenüber den Rettungskräften und einem Notarzt auf Brustschmerzen und Kribbeln in den Händen hingewiesen habe, sei er kollabiert. „Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos, er verstarb am Abend auf der Intensivstation der Charité“, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Die Obduktion im Institut für Rechtsmedizin der Charité habe als vorläufiges Ergebnis einen Herzinfarkt als Todesursache ergeben. „Hinweise auf todesursächliche äußere Gewalteinwirkung im Rahmen der Festnahme liegen nicht vor.“ Die Ermittlungen zur Todesursache seien aber noch nicht abgeschlossen.

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