Der Priester soll vor mehr als zehn Jahren ein Mädchen missbraucht haben. Foto: dpa/Nicolas Armer

Vor mehr als zehn Jahren soll ein Priester ein Mädchen missbraucht haben. Dafür wird ihm nun der Prozess in Schweinfurt gemacht. Der Anwalt des Mannes plädiert derweil auf Freispruch.

Schweinfurt - Ein wegen sexuellen Missbrauchs einer Ministrantin in Schweinfurt angeklagter Priester möchte im Berufungsprozess einen Freispruch erreichen. Das sagte sein Verteidiger am Donnerstag zu Verhandlungsauftakt im Landgericht. Bisher war unklar, warum der Angeklagte gegen das Urteil des Amtsgerichts Bad Kissingen vom vergangenen August Rechtsmittel eingelegt hat. „Tatsächlich ist das Ziel ein Freispruch“, erklärte der Anwalt des 43-Jährigen auf Nachfrage der Strafkammer.

1200 Euro an gemeinnützige Organisation

Der Pfarrer war 2020 wegen Kindesmissbrauchs zu einem Jahr und vier Monaten Haft verurteilt worden. Das Schöffengericht setzte die Strafe zu drei Jahren Bewährung aus. Zudem sollte der Deutsche 1200 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen.

Der frühere Kaplan einer unterfränkischen Gemeinde hat nach Überzeugung der Anklage vor mehr als zehn Jahren das damals zwölfjährige Mädchen sexuell missbraucht. Auch die Staatsanwaltschaft hatte gegen das erste Urteil Berufung eingelegt mit dem Ziel, eine höhere Strafe für den katholischen Geistlichen zu erreichen.

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