Auch in diesem Polizeiruf wird das Ermittlerduo von Gefühlen füreinander geplagt. Foto: NDR/Christine Schröder

Im Krimi aus Rostock rückt die Ermittlung in den Hintergrund, denn das Privatleben des Ermittlerduos gerät völlig aus den Fugen.

Stuttgart - Katrin König (Anneke Kim Sarnau) plagt sich in „Der Tag wird kommen“ noch immer ob der Beweismanipulation, mit der sie den Vergewaltiger und Mörder Guido Wachs hinter Gitter gebracht hat. Um sich abzulenken, geht sie früh morgens joggen – und wird von zwei jungen Männern zusammengeschlagen, weil sie eine Frau – Nadja Flemming – vor den beiden beschützen wollte. Flemming wird kurz darauf tot am Warnow-Ufer gefunden. Alles deutet auf einen Raubmord hin.

Die Tote hinterlässt ein dreijähriges Kind, dessen Sorgerecht schon längst bei ihrem Ex-Mann liegt. Der hat direkt nach der Scheidung erneut geheiratet. Seine neue Frau war, wie die Tote, eine Athletin – man kannte sich. Augenscheinlich eine harmonische Patchwork-Familie.

Während König sich immer mehr von Wachs unter Druck setzen lässt, leidet nicht nur ihr Seelenwohl daran. Immer öfter verfällt die LKA-Beamtin in Wahnvorstellungen. Alexander Bukow (Charly Hübner) wiederum markiert den harten Polizisten. Zerstreut über seine Gefühle zu König und in Sorge wegen den Drohungen von Wachs, kommt noch Bukows Vater ins Spiel. Der ehemalige Drogenboss erklärt, wie er nach seinem Tod an das Erbe kommt. Was Bukow nicht weiß: Dafür will der Vater ein letztes krummes Ding drehen. Durch die Gemengelage treten die Ermittlungen eher in den Hintergrund. Wie so oft ist, sind die Ermittler mit sich selbst beschäftigt. Dieses Mal zurecht – die Gefahr lauert im Privaten.

ARD, Sonntag, 20.15 Uhr

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