Wann schlägt der Ball wieder in den Toren ein? Foto: dpa/Jan Woitas

Die Verantwortlichen der Fußball-Bezirke und des Württembergischen Fußballverbandes sprechen sich für einen neuen Spielmodus aus.

Bad Cannstatt - Solange die Durchführung einer gewöhnlichen Saison mit Hin- und Rückrunde realistisch schien, haben die Verantwortlichen des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) an diesem Modus festgehalten. Doch aufgrund des Teil-Lockdowns im November und dem Rollstopp des Fußballs auf ungewisse Zeit, ist man nun wegen der Terminknappheit von diesem Vorhaben abgerückt. So das Ergebnis einer Videokonferenz während der Woche, bei der sich der Spielausschuss des WFV mit den Bezirksvorsitzenden und den Bezirks-Spielleitern zum weiteren Vorgehen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ausgetauscht hat. Diskutiert wurden alternative Spielmodelle. Überwiegend wurde laut des WFV ein System mit Auf- und Abstiegsrunde favorisiert. Die angefangene Hinrunde wird dabei zu Ende gespielt, anschließend die Liga in zwei Hälften für die Auf- und Abstiegsrunde eingeteilt. Dort spielt jeder gegen jeden, die in der Hinrunde erlangten Punkte behalten ihre Gültigkeit und werden in die jeweilige Runde mitgenommen. Der WFV favorisiert dieses System, da es dem einer vollständigen Runde am nächsten käme. Bei der Verbands- und Landesliga würde sich das Spieltag-Aufkommen von 38 auf 28, in der Stuttgarter Bezirksliga und Kreisliga A, Staffel 1, von 30 auf 22, in der Kreisliga A, Staffel 2, von 34 auf 26 reduzieren. Die Anzahl der vor der Runde getroffenen Absteiger hat Bestand, ebenso will man am planmäßigen Ende der normalen Spielzeit – 20. Juni – festhalten und anschließend die Relegation folgen lassen. Eine Verlängerung der Saison über den 20. Juni hinaus bis zum 15. Juli sei laut WFV zwar denkbar, soll aber unter allen Umstände verhindert werden.

Auch im Bezirk Stuttgart spricht man sich für den vorgeschlagenen Weg aus. „Es war abzusehen, dass eine reguläre Runde nicht mehr zu stemmen ist“, sagt der Bezirks-Vorsitzende Michael Spörer, „die nun favorisierte Variante klingt sinnvoll“. Doch wann muss in Stuttgart spätestens in den Punktspielbetrieb wieder eingestiegen werden, damit der Modus auch durchziehbar ist? Definitiv habe man das noch nicht durchgeplant, schließlich sei alles ja sehr ungewiss und vom Virus abhängig, so Spörer. Doch ein Wiederbeginn Mitte März müsste reichen, um dieses Spielsystem über die Bühne zu bringen. Mitte März würde bedeuten: Die Rückkehr zum Trainingsbetrieb sollte in der letzten Februar-Woche erfolgen. Denn: Während auf der Videokonferenz viele Bezirksvertreter den Wunsch äußerten, den Vereinen nach Möglichkeit vier Wochen Vorbereitungszeit auf das erste Spiel nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs einzuräumen, scheint nach Meinung des Verbands-Spielausschusses eine Kompromisslösung mit einer Zeitspanne von wenigstens drei Wochen zum ersten Spiel möglich.

Das System ist nun zwar favorisiert, aber – wie gesagt – vom Verlauf der Pandemie beziehungsweise den Vorgaben der Politik abhängig. Aus diesem Grund will der WFV-Beirat eine Entscheidung über „die spieltechnische Planung des weiteren Saisonverlaufs nicht vor Ende Januar treffen“. Darüber hinaus finden in der kommenden Woche weitere Videokonferenzen mit Vereinen aus Frauenstaffeln und im Anschluss mit der Jugend statt, „um hier ebenfalls zu einem Meinungsbild zu kommen“. Denkbar sei laut WFV eine Planung des Spielmodells analog zum Herrenbereich und eine Differenzierung hinsichtlich der Staffelgrößen.

Übrigens: Aufgrund der kleineren Staffelstärke und keinen Absteigern wäre ein Normalbetrieb in der Kreisliga B durchaus denkbar. Doch: „Ich gehe davon aus, dass wir in Stuttgart ein einheitliches System praktizieren werden“, sagt der Bezirksvorsitzende Spörer.

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