Bei einem Expertenforum der Stadtwerke Rastatt vor einem Jahr hatte Geschäftsführer Olaf Kaspryk (mit Dokument in der Hand) eine Liste mit 177 PFC-Fällen in Deutschland vorgelegt. Foto: Patricia Klatt

Die Chemikalien kommen mittlerweile fast überall auf der Erde vor. Allein in Deutschland gibt es mindestens 177 größere Fälle.

Stuttgart - Es dürfte ein schwacher Trost sein für die Menschen in der Rheinebene, die vom PFC-Skandal betroffen sind: Aber sie sind beileibe nicht alleine. In geringeren Konzentrationen gehören PFC – oder PFAS für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – zu jenen Chemikalien, die fast überall auf der Erde nachzuweisen sind, selbst in den Eisbären der Arktis und den Pinguinen der Antarktis. Und was die per- und polyfluorierte Chemikalien beinahe unheimlich macht: Die Stoffe sind fast unzerstörbar, weshalb sich PFC auch im menschlichen Körper anreichern können – mit vermutlich gesundheitlichen Folgen. So besteht laut Landessozialministerium der Verdacht, dass einige PFC die Fruchtbarkeit von Frauen und die männliche Spermatogenese negativ beeinflussen können. Zudem wurden Wirkungen bereits bei relativ niedrigen Belastungen auf den Stoffwechsel beschrieben. Das Umweltbundesamt in Dessau setzt sich deshalb dafür ein, dass PFC europaweit verboten werden.

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