SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach Foto: dpa/Michael Kappeler

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat immer wieder betont, dass er für die generelle Impfempfehlung ab 12 Jahren ist. Er findet, die Ständige Impfkommission habe sich mit ihrer Position ins Abseits gestellt.

Köln - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut mit ihrer Position zur Corona-Schutzimpfungen in einer „Außenseiterposition“. Wesentliche Studien hätten ergeben, dass eine Durchseuchung mit der Delta-Variante viel gefährlicher sei als die Impfung von Kindern, sagte der Bundestagsabgeordnete am Montag im Deutschlandfunk. Zugleich verteidigte er die Stiko im Grundsatz. Sie habe in der Vergangenheit „ganz hervorragende Arbeit geleistet“.

Medienberichten zufolge wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag beschließen, Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren generell eine Impfung anzubieten. Dazu gibt es bislang keine Empfehlung der Stiko. Das Expertengremium hat nur eine Impfempfehlung für Kinder aus Risikogruppen ausgesprochen.

Lauterbach sagte, der Stiko müsse von der Politik Freiraum gelassen werden. Gleichwohl sei es richtig, dass die Politik jetzt Fakten schaffe. Möglicherweise habe sich die Impfkommission in der Frage der Corona-Impfungen für Kinder „ein bisschen zu früh festgelegt und verrannt“.

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