Per Bus zum Hochofen. Die Relikte der Stahlindustrie sind in Esch-sur-Alzette gut integriert. Foto: Steve Przybilla

Die Grenzregion zwischen Luxemburg und Frankreich rund um Esch-sur-Alzette ist EU-Kulturhauptstadt 2022. Lange interessierte sich niemand für die Industriegeschichte dort. Jetzt lebt sie wieder auf.

Esch-sur-Alzette - Eine leere Flasche Bier: Viel mehr ist von Luxemburgs mächtiger Stahlindustrie nicht übrig. Die Flasche liegt in einer Eisenerzlore im Freilichtmuseum Fond-de-Gras, achtlos entsorgt und vergessen, genau wie die Geschichte der Region. „Unsere Industriekultur hat lange niemanden interessiert“, sagt Frédéric Humbel, der Direktor des Museums. „Die meisten Menschen denken bei Luxemburg an die Finanzbranche. Dabei waren wir sehr lange eine Industrieregion, genau wie das Ruhrgebiet.“ In Fond-de-Gras ist die Historie lebendig. Zwar wurden die 20 Stollen schon in den 1960er Jahren dichtgemacht, das Arbeiterdorf kann man aber bis heute besichtigen, mit Stromgeneratoren, Tante-Emma-Laden und einem funktionsfähigen Bahnhof.

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