Bönnigheim aus der Vogelperspektive Foto: Werner Kuhnle

Mit regionalen Grünzügen will der Verband Region Stuttgart dafür sorgen, dass die Siedlungen nicht zusammenwachsen. Doch bei Erweiterungen von Gewerbegebieten gibt es da Konflikte, wie sich in der jüngsten Sitzung des regionalen Planungsausschusses zeigte.

Stuttgart - Mit zahlreichen Anmerkungen des Verbands Region Stuttgart bekommen die Gemeinden Bönnigheim, Erligheim und Kirchheim am Neckar (Kreis Ludwigsburg) den Entwurf ihres gemeinsamen Flächennutzungsplans zur Überarbeitung zurück. Sauer aufgestoßen ist den Regionalräten im Planungsausschuss vor allem die Lage des bei Bönnigheim geplanten Gewerbegebiets Lauffener Feld IV, das in einem Grünzug liegt, der eigentlich nicht bebaut werden darf. „So ist der Plan nicht genehmigungsfähig“, sagte der regionale Planungsdirektor Thomas Kiwitt, der sich verwundert darüber zeigte, dass die Gemeinde trotz warnender Hinweise des Verbands an der Lage festhielt und dies auch nicht weiter begründete.

Projekte in Grünzügen

Der Flächennutzungsplan einer Kommune weist aus, für welche Zwecke bestimmte Areale einer Gemeinde für die nächsten 15 Jahre reserviert werden. An den Wohnbauflächen von Bönnigheim, Erligheim und Kirchheim hat die Region nichts auszusetzen. Nachfragen gibt es bei weiteren Projekten, die in Grünzügen geplant sind. Dazu gehört auch die Erweiterung der Obsthalle in Kirchheim. Wenn dort örtliche Erzeuger ihre Produkte anbieten, stehe der Vergrößerung aber nichts entgegen, sagte Kiwitt.

Zugestimmt hat der regionale Planungsausschuss auch dem Entwurf des gemeinsamen Flächennutzungsplans für Kirchheim/Teck, Notzingen und Dettingen im Kreis Esslingen. Aber auch dort gibt es Konflikte mit Gewerbegebieten in Grünzügen. Zum einen geht es um den großen regionalen Gewerbeschwerpunkt Hungerberg an der A8, über den in Dettingen heftig debattiert und mit dem sich der regionale Wirtschaftsausschuss in der Sitzung am 3. März erneut befassen wird. Zum anderen will die Firma Feess, ein international anerkannter Pionier im nachhaltigen Baustoffrecycling, sein Areal vergrößern. Man werde hier eine Lösung finden, kündigte Kiwitt an.

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