Die Corona-Pandemie zwingt zum Verzicht sozialer Kontakte. Zum Glück gibt es wenigstens Handys. (Symbolbild) Foto: imago images/Maskot

Soziale Kontakte sind aufgrund der Pandemie auf ein Minimum heruntergefahren. Dabei muss niemand auf Stammtisch und Spieleabend verzichten – dank Smartphones. Diese Spiele können sie problemlos mit Familie und Freunden online spielen.

Stuttgart - Wie pflegt man seine sozialen Kontakte während einer Pandemie? Zwischen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen bleibt häufig nur der Griff zum Smartphone. Anbieter von Videotelefonie und Spielen haben das Potenzial längst erkannt und bieten schon seit dem ersten Lockdown im März zahlreiche Möglichkeiten, sich mit Familie und Freunden zu vernetzen.

Bei den Videotelefonie-Anbietern dürfte also mittlerweile so gut wie jeder seinen Lieblingsdienst gefunden haben: Womöglich Zoom für die Arbeit, Facetime für die Familie, Skype für das wöchentliche Workout mit dem Fitnesstrainer. Doch wie steht es um die Interaktion mit Familie und Freunden?

Wir haben ein paar Spiele auf Pandemietauglichkeit getestet. Unsere Kriterien: kostenlos, einfach umsetzbar und mit mehr als zwei Spielern spielbar. Hier eine lose Auswahl:

Montagsmaler mit Skribbl.io

Das Mal-und-Rate-Spiel ist so simpel wie unterhaltsam: ein Mitspieler malt einen vom Computer vorgegebenen Begriff und die anderen müssen das gemalte Wort erraten. Das gibt Punkte und schließlich ist der nächste an der Reihe.

Und so funktioniert’s: Auf https://skribbl.io/ gründet man eine private Gruppe mit den gewünschten Teilnehmern und verschickt diese als Link – das ist quasi der Zugang. Im Vorfeld kann die Sprache eingestellt werden, wie viele Runden man spielen möchte und wie viel Zeit die anderen zum Raten des Wortes haben. Und dann geht es schon los.

Tipp: Am besten spielt man das Spiel am Computer beziehungsweise Laptop (mit Maus!) oder auf dem Tablet (am besten mit Stift!). Das Spiel hat keine Telefonfunktion. Um den Unterhaltungswert zu steigern, startet man also einfach eine Video- oder Telefonkonferenz seiner Wahl (zum Beispiel via Zoom oder Skype), damit man mit den anderen kommunizieren kann.

Stadt-Land-Fluss – Promi-Instrument-Filmtitel

Das Spiel ist ein ewiger Klassiker und lässt sich wunderbar auf Distanz spielen. Voraussetzung ist die Ehrlichkeit der Mitspieler. Verabredet euch mit Familie oder Freunden zur Video- oder Telefonkonferenz und schon kann es los gehen. Jeder holt sich einen Notizblock und gemeinsam werden zunächst die Kategorien festgelegt. Drei davon stehen natürlich fest: Stadt, Land und Fluss. Alle übrigen Kategorien können je nach Spielerunde individuell angepasst werden, zum Beispiel: Beruf, Vorname, Sportart, Pflanze, Tier, Politiker, Promi, Musikinstrument, Filmtitel, etwas Grünes, ...

Und so funktioniert’s: Einer sagt in Gedanken das Alphabet auf, ein anderer sagt Stop. Damit steht der Buchstabe fest, mit dem begonnen wird. Mit Zeitlimit wird es noch lustiger. Also einfach einen Timer auf 60 Sekunden stellen und los geht’s. Jeder füllt seine Spalte und nach Ablauf der Zeit werden die Punkte gezählt.

Tipp: Sonderregeln sind erlaubt: Zum Beispiel 20 Punkte für einen Begriff, den sonst niemand hat oder der die anderen zum Lachen gebracht hat.

Scharade – Pantomimisch Begriffe erklären

Entweder man liebt es oder man hasst es: Pantomime – also ohne Worte einen Begriff erklären. Für dieses Gesellschaftsspiel braucht man eine stabile Videokonferenz-Verbindung, weil man seine Mitspieler logischerweise sehen können muss. Jeder benötigt einen großen Bildschirm, zum Beispiel einen Laptop sowie einen kleinen Bildschirm, also ein Smartphone.

Und so funktioniert’s: Mit dem größeren Gerät startet ihr eine Videokonferenz mit euren Freunden. Auf eurem Smartphone lädt sich jeder Mitspieler die kostenlose App „Erkläre das Wort Scharade“ runter. Wählt gemeinsam aus einer Vielzahl von Themengebieten: Berufe, Emotionen, Fußball, Harry Potter, Serien, Star Wars, ... . Einer startet, tippt die gewünschte Kategorie an und hält sich sein Smartphone für die anderen sichtbar vor die Stirn. Dort steht dann unter der Kategorie „Emotionen“ zum Beispiel: entrüstet, hungrig, leblos, angeekelt. Ein anderer Mitspieler muss die Begriffe pantomimisch darstellen, der Spieler mit dem Handy rät.

Tipp: Alleine raten kann öde sein, wenn alle anderen nur zugucken. Witzig wird es, wenn in Teams gespielt wird, weil es dadurch dynamischer wird. Überlegt euch im Vorfeld ein sinnvolles Punktesystem. Belohnt werden sollte nicht nur die Gruppe, die den Begriff errät, sondern auch die, die den Begriff gut vorgemacht hat. Also vielleicht: zwei Punkte für den Erratenden, einen Punkt für die Pantomime.

Wer bin ich – Donald Duck oder Angela Merkel?

Normalerweise haben die Mitspieler bei diesem Spiel Zettel vor der Stirn kleben: Donald Duck, Angela Merkel oder Chuck Norris steht da zum Beispiel drauf. Der Witz: Man muss nur mit Ja-Nein-Fragen erraten, welchen Charakter man darstellt.

So funktioniert’s: Wenn das Spiel digital gespielt wird, muss man leider auf die Zettelchen verzichten. Stattdessen fängt einer an, überlegt sich einen Charakter und schreibt den anderen Mitspielern eine kurze Nachricht, damit alle eingeweiht sind. Beispielsweise bekommt der Mitspieler den Charakter Michael Jackson und fängt unwissend an zu fragen: Bin ich männlich? – Ja. Bin ich eine reelle Person? – Ja. Lebe ich noch? – Nein. Bei jedem „Ja“ darf weiter geraten werden, bei einem „Nein“ ist der nächste Spieler an der Reihe.

Tipp: Wer mit der Familie oder mit Freunden spielt, kann natürlich auch Personen aus dem privaten Umfeld nehmen. Dann wird’s lustiger und unter Umständen auch noch schwerer.

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