Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 9. Juni bringen teils langjährige Erfahrung, teils frischen Wind ins Steinenbronner Rathaus mit.
Genau wie bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren haben in der Gemeinde Steinenbronn wieder dieselben vier Fraktionen Kandidatenlisten aufgestellt: Freie Wählervereinigung Steinenbronn (FWV), CDU, Offene Grüne Liste Steinenbronn (OGL) und SPD. Die AfD hat keine Kandidaten aufgestellt. Die Gemeinde hat entsprechend ihrer Einwohnerzahl (6500 Menschen leben in Steinenbronn) vierzehn Sitze zu vergeben. Dieser Zahl entsprechend können alle Fraktionen ihre Listen mit maximal vierzehn Kandidaten bestücken. FWV und CDU haben ihre Listen voll, die OGL schickt elf Kandidaten ins Rennen, die SPD neun. Wolfgang Bohn, der als Hauptamtsleiter die Wahl leitet, freut sich über die hohe Beteiligung: „Es gibt viele Personen, die bereit sind, mitzuwirken“, sagt er.
Viele Bewerber bringen Erfahrung mit
Zwölf der Kandidatinnen und Kandidaten, die sich aktuell ehrenamtlich im Gremium engagieren, haben sich erneut zur Wahl gestellt. „Das begrüßen wir sehr“, sagt Bohn. Es zeige, dass Verwaltung und Gemeinderat sehr gut zusammenarbeiten würden. Darüber hinaus bewerben sich auch neue Gesichter um das lokalpolitische Ehrenamt. Einige von ihnen sind in Steinenbronn keine Unbekannten. Bohn erwähnt zum Beispiel Stefan Turata, der sich im Ort als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr engagiert. Er kandidiert auf Listenplatz vier für die CDU. Bekannt ist außerdem sein Parteikollege Sven Grieb, den viele als Vorsitzenden des TSV, dem größten Verein in Steinenbronn, kennen. Über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist Patrick Bopp von der A-cappella-Comedy-Gruppe Fuenf, der sein musikalisches Talent zudem als Dirigent beim örtlichen Liederkranz einbringt. Er kandidiert für die OGL auf Listenplatz zehn – vier Plätze hinter seiner Frau Hanna Bopp, die sich ebenfalls zur Wahl stellt.
Die mit fünf Gemeinderäten derzeit größte Fraktion FWV setzt auf Erfahrung und lässt mit Otto Elsäßer den zweiten stellvertretenden Bürgermeister ihre Kandidatenliste anführen. Stimmenkönig bei der Kommunalwahl 2019 war Wolfgang Miller, der dem Bürgermeister Ronny Habakuk als erster stellvertretender Bürgermeister zur Seite steht. Er geht für die CDU erneut auf Listenplatz eins ins Rennen. Sein Sohn Matthias Miller ist für dieselbe Partei auf Platz 13 gelistet. Er war 2020 als erster Corona-Patient im Landkreis Böblingen bekannt geworden. Als Landtagsabgeordneter ist er der einzige Berufspolitiker, der sich als Gemeinderat in Steinenbronn bewirbt.
Frischer Wind in der SPD
Zum ersten Mal dürfen bei der diesjährigen Kommunalwahl auch Personen ab 16 Jahren antreten. Von diesem Recht macht in Steinenbronn allerdings niemand Gebrauch. Junge Menschen stellen sich allemal zur Wahl: Jüngster Kandidat ist der Schüler Justus Schäfer, Jahrgang 2005, der für die CDU auf Platz elf ins Rennen geht. Bemerkenswert ist, dass die SPD mit Merle Heesen eine junge Frau (Jahrgang 1997) auf Listenplatz eins zur Wahl stellt, die bislang noch nicht im Gemeinderat tätig war. Unerfahren ist sie dennoch nicht: „Vor fünf Jahren hat sie bei uns im Rathaus ihre Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte gemacht“, sagt Wahlleiter Bohn.