Polizisten nahmen in Berlin den mutmaßlichen Verfasser rechtsextremer Drohbriefe fest, die seit zweieinhalb Jahren an Politiker, Juristen, Künstler und verschickt wurden. Foto: dpa/Paul Zinken

Die Festnahme eines 53-jährigen Erwerbslosen ist nicht das Ende der Ermittlungen zu rechtsextremen Drohbriefen. Geklärt werden muss auch, wie der Schreiber an Daten aus dem Computer eines Frankfurter Polizeireviers kam, kommentiert Franz Feyder.

Stuttgart - Auf der einen Seite ist es eine Erfolgsmeldung: Ein 53-jähriger Berliner, erwerbslos, vorbestraft wegen zahlreicher – auch rechtsextremer – Straftaten, ist festgenommen worden. Der Mann soll hinter jenem unseligen Synonym „NSU 2.0“ stecken, mit dem 115 Drohbriefe gegen Politiker, Anwälte, Künstler und Journalisten unterzeichnet waren, die seit August 2018 verschickt wurden. Benannt nach der Rechtsterrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“, die 13 Jahre lang zehn Menschen mordend und raubend unerkannt durch Deutschland zog. Zeitaufwendige Ermittlungen hätten das hessische Landeskriminalamt und Frankfurter Staatsanwälte auf die Spur des jetzt Verhafteten geführt.

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