Marie Dejeux von der INZEL (links), Carmen Jud vom evangelischen Verein und Florian Link, Pfarrer der Stadtkirche mit den Wunschkarten vor dem Wunschbaum. Foto: sg - sg

Vor zehn Jahren starteten die kirchlichen Träger in Bad Cannstatt die Wunschbaum-Aktion. Bedürftige können dabei ihre Wünsche äußern, andere Bürger diese erfüllen.

Bad Cannstatt Für viele ist das Weihnachten auch ein Fest der Geschenke. Aber: Es gibt auch Menschen, die können sich aufgrund ihrer Armut keine Geschenke leisten oder haben niemanden mehr den sie beschenken können. Um das zu ändern, haben sich vor zehn Jahren die Stadtkirchengemeinde, die katholische St. Martin Gemeinde und die Luthergemeinde zusammen getan und den Wunschbaum ins Leben gerufen.

In diesem Jahr wurden dabei in 16 sozialen Einrichtungen im Stadtbezirk Wünsche zusammen getragen, die sozial schwache Menschen auf Karten schreiben konnten, die ab Samstag an zwei Wunschbäumen vor der Stadtkirche und an einem vor der Lutherkirche aufgehängt werden. Die Bürger können sich dann eine Karte aussuchen und die Geschenke bei der Stadtkirche abgeben. „Die Reaktionen der Beschenkten rühren uns jedes Jahr aufs Neue“, sagt Florian Link, Pfarrer der Stadtkirche. Letztes Jahr kamen mehr als 1000 Wünsche zusammen, dieses Jahr werden es über 1100 sein. „Wir haben letztes Jahr 95 Prozent der Wünsche erfüllen können“, sagt Marie Dejeux, Leiterin der INZEL, eine soziale Einrichtung für Jugendliche. Mit dem Erfüllen der Wünsche für die Einkommensschwachen, wolle man dazu beitragen, ihnen ein Stück Normalität zurückzugeben, sagt Link. „Die Aktion stiftet im ganzen Stadtbezirk ein Gemeinschaftsgefühl und es ist einfach schön zu sehen, wie großzügig die Leute sind“, so Link weiter. Die Wünsche sind dabei vielfältig, vom Spielzeug bis zum Haushaltsgerät ist alles dabei, es gibt eine Obergrenze von 50 Euro.

Am Freitag, 13. Dezember, findet ab 17 Uhr die Feier zum 10-jährigen Jubiläum vor der Stadtkirche statt. Auf alle Geschenke, die an diesem Tag abgegeben werden, gibt es eine 10 Euro Extraspende.

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