Nach mehr als eineinhalb Jahren ist die Sanierung der Toiletten am Hauptfriedhof abgeschlossen. Foto: jas - jas

Nach mehr als eineinhalb Jahren sind die WCs an der Aussegnungshalle seit kurzem wieder geöffnet. Die Toiletten sind nun mit einer Zeitschaltuhr versehen, um Vandalismus vorzubeugen.

Steinhaldenfeld Was lange währt, wird endlich gut: Nachdem die WC-Anlage am Hauptfriedhof mehr als eineinhalb Jahre geschlossen war, können die Toiletten neben der Aussegnungshalle seit kurzem von den Besuchern wieder genutzt werden. Grund für die Schließung war massiver Vandalismus: Zunächst hatten Randalierer das Mobiliar herausgerissen, die Türen aufgebrochen und zerstört. Diese konnten wegen Bestimmungen beim Denkmalschutz nicht so leicht repariert werden. Als dann im Herbst vergangenen Jahres der mobile Toilettencontainer neben der Aussegnungshalle aufgestellt wurde, stellte sich auch noch heraus, dass die Abwasserleitungen marode sind und ausgetauscht werden mussten. Deshalb verzögerten sich die Sanierungsarbeiten erneut.

Damit die Toiletten nicht noch einmal zerstört werden können, besteht die sanitäre Ausstattung – also WC-Schüsseln, Pissoirs sowie Waschbecken – jetzt aus widerstandsfähigem Edelstahl, wie Stadtsprecherin Ann-Katrin Keicher erläutert. Außerdem wurde eine Schließanlage eingebaut. Deren Programmierung hatte die Arbeiten jedoch zuletzt nochmals um einige Wochen verzögert. Geöffnet und geschlossen werden die WCs jeweils 15 Minuten vor und nach den Öffnungszeiten per Zeitschaltuhr. Dadurch wird verhindert, dass sich Unbefugte außerhalb der Öffnungszeiten des Friedhofs – derzeit Montag bis Sonntag von 8 Uhr bis 17 Uhr – in den Toiletten aufhalten können. Ab 16. Februar ist der Hauptfriedhof übrigens wieder etwas länger geöffnet, täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr.

Eine weitere technische Neuerung, die im Zuge der Sanierung eingebaut wurde, sind Notentriegelungen. Dadurch kann gewährleistet werden, dass Besucher jederzeit wieder aus der Toilette herauskommen. Außerdem wurden die WCs so umgebaut, dass sie auch mit Rollator oder Rollstuhl genutzt werden können. Zudem wurde ein Notknopf eingebaut. Wird dieser gedrückt, geht bei der Feuerwehr ein Alarmsignal ein. So kann zum Beispiel geholfen werden, wenn jemand nach den Öffnungszeiten aus irgendwelchen Gründen nicht mehr aus der Toilette kommt.

Die Kosten für die durch Vandalismus notwendigen Baumaßnahmen betragen laut Stadtverwaltung etwa 100 000 Euro. Videoüberwacht wird der Bereich vor den Toi­letten allerdings auch künftig nicht, da dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist. Der Container, der für die Zeit der Baumaßnahmen neben der Aussegnungshalle als Übergangslösung diente, steht zwar immer noch, ist allerdings nicht mehr zur Benutzung gedacht und wird demnächst abgebaut.

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