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Handballer der HSG Oberer Neckar übernehmen nach Sieg über Remshalden 2 den wichtigen zweiten Platz und sind auf Relegationskurs

WangenHohes Tempo, schnelle Tore und eine Achterbahnfahrt der Emotionen bot der Kampf um den Relegationsplatz in der Bezirksliga am vergangenen Samstag in der Wangener Flatowhalle. Am Ende bezwang Gastgeber HSG Oberer Neckar den SV Remshalden 2 mit 32:29 (15:10) – und ist damit auf einem guten Weg zu den Aufstiegsspielen zur Landesliga.

Am Ende der hoch emotionalen 60 Minuten war ein kollektiver Seufzer der Erleichterung in der Flatowhalle zu hören, dicht gefolgt von lauten Jubelrufen aus den Reihen der zahlreichen HSG-Fans. Die Gastgeber ließen sich zurecht bejubeln, nachdem sie zuvor auf dem Spielfeld ein wahres Wechselbad der Gefühle durchlebt hatten. Die HSG Oberer Neckar begann gegen die Gäste aus Remshalden gewohnt heimstark und zündete von Beginn an ein überwältigendes Offensivfeuerwerk ab. Ein ums andere Mal überrollten die Hausherren den Abwehrriegel der Remshaldener, die nach geschlagenen 16 Minuten 2:8 zurücklagen.

Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte schien auch bei den Gästen der Knoten geplatzt und es entwickelte sich ein wahrer Handballkrimi. Mit immer raueren Mitteln drängten die Gäste in der zweiten Hälfte vor das gegnerische Tor, was nicht nur auf der Tribüne zu emotionalen Momenten führte: Gleich mehrere Male gingen Spieler beider Mannschaften verletzt zu Boden und insbesondere in den finalen Zügen der Begegnung steigerte sich die Zahl der Zeitstrafen um ein Vielfaches. Bis auf zwei Tore kämpfte sich der bisherige Zweitplatzierten aus Remshalden an die HSG Oberer Neckar heran, die aber insbesondere in der Schlussphase ihre individuelle Klasse einmal mehr unter Beweis stellte. Besonders Toptorschütze Jan Billner (neun Treffer) und Timo Schramm überzeugten mit ihren Abschlüssen. Aber auch Julian Grauer packte nach seiner Einwechslung im letzten Viertel der Begegnung mehrmals den Hammer aus und erzwang mit seinen Würfen aus der zweiten Reihe die Entscheidung.

Hinzu kam ein bärenstarker Bastian Gohl zwischen den Pfosten, der selbst in den schwachen Phasen seiner Vordermannschaft überragend parierte und ein weiteres Herankommen der willensstarken Gegner verhinderte.

Und so feierten die „Neckarpiraten“ nach dem Abpfiff überglücklich, durch den 32:29-Sieg den Sprung auf den zweiten Platz geschafft zu haben. Dieser muss allerdings am letzten Spieltag der Saison noch mit einem Sieg gegen die abstiegsgefährdete HSG Gablenberg-Gaisburg gefestigt werden. Trotz des tabellarischen Unterschieds ist das bevorstehende Saisonfinale eines der Gründe für HSG-Coach Christian Krautberger, weiterhin fokussiert den Blick nach vorne zu richten: „Wir müssen jetzt die Konzentration unbedingt hochhalten, denn leicht nehmen dürfen wir das letzte Saisonspiel nicht. Gablenberg-Gaisburg spielt gegen den Abstieg und wird daher sicherlich sämtliche Kräfte mobilisieren.“ Letzte Spieltage haben schließlich oft ihre eigenen Gesetze – und erst wenn die Ga-Gas besiegt sind, kann man bei der HSG endgültig von der Landesliga träumen.

HSG Oberer Neckar: Bastian Gohl, Alexander Eyb (beide im Tor), Moritz Eitler (3), Fabian Braun, Manuel Maile (1), Sherief Sabet (1), Jan Billner (9/4), Marco Haug, Florian Weimer (4), Julian Grauer (3), Jochen Lindermayr, Timo Schramm (8), Manuel Grauer (1), Benjamin Innenmoser (2).

SV Remshalden 2: Simon Rommel, Markus Seybold (beide im Tor), Raphael Nonnenmann, David Böhringer, Markus Tögel (1), Alex Fellmeth (2), Florian Kussinger, Michael Bodemer (1), Robin Lehner (6/5), Andreas Huber (6), Daniel Staiger (4), Linus Köhler (2), Dennis Baret (1), Jan Hertel (6).

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