Erster Bürgermeister Fabian Mayer sowie die Eheleute Sara und Samuel Beer mit einer Urkunde von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Foto: Janey Schumacher - Janey Schumacher

1959 haben Samuel und Sara Beer in Hermannstadt geheiratet. Heute leben sie in Heumaden und blicken auf sechs ereignisreiche Jahrzehnte zurück.

HeumadenAuf 60 ereignisreiche Ehejahre blicken Sara und Samuel Beer zurück. Standesamtlich geheiratet haben sie am 2. September 1959 in Hermannstadt in Sieben-bürgen. „Die kirchliche Trauung folgte am 13. September“, sagt der 84-jährige Samuel Beer. Er hat Philosophie und Kunstgeschichte studiert und war viele Jahre an einer deutschen Lehrerbildungsanstalt in Rumänien tätig. Bis er 1979 nach Deutschland floh, aus politischen Gründen. „Drei Jahre waren wir voneinander getrennt“, sagt seine 83-jährige Frau Sara. Sie und die beiden Kinder Ute und Uwe sind zurück geblieben und erst 1982 nach Stuttgart, gekommen. „Das war oft nicht leicht“, sagt Sara Beer. Dennoch hat man zusammengehalten. Ein Rezept für sechs gemeinsame Jahrzehnte gebe es aber nicht. Wichtig sei Vertrauen und Ehrlichkeit und „dass man sich nach einem Streit spätestens vor dem Zubettgehen wieder versöhnt“, sagt Samuel Beer. Er und seine Frau kennen sich schon seit ihrer Jugend. In Heumaden leben sie seit etwa 30 Jahren. Sara Beer war in Stuttgart als medizinisch-technische Assistentin tätig, ihr Ehemann war Direktor der Künstlergilde in Esslingen. Die Vereinigung habe versucht, vertriebenen Künstlern zu einer Öffentlichkeit in Deutschland zu verhelfen. Ihre beiden Kinder und die sieben Enkel leben in Bayern. Dort, genauer gesagt im Bayerischen Wald, haben die Eheleute mit ihrer Familie auch die Diamantene Hochzeit gefeiert. jas

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