TBU-Kapitän Simon Ott (links) im Duell gegen SGU-Stürmer Lokmann Koc. Koc gelang der Treffer zum 1:1-Endstand. Foto: Bulgrin - Bulgrin

Die SG Untertürkheim und der TB Untertürkheim trennen sich in der Fußball-Kreisliga A, Staffel 1, mit 1:1. Munk trifft für den TBU, Koc für die SGU.

UntertürkheimDie Zeiten der SGU-Dominanz in Untertürkheim scheinen vorüber – so die klare Botschaft des Ortsduells am gestrigen Sonntagnachmittag. Am Ende trennten sich die Lokalrivalen nach einer Partie mit offenem Visier und vielen Emotionen gerecht mit 1:1 (0:1).

„Eigentlich hätten wir die drei Punkte davontragen müssen“, ärgerte sich TBU-Trainer Uwe Braun nach Spielende – womit er zumindest mit Blick auf die erste Hälfte durchaus Recht hatte. Den Schwung aus den vergangenen starken Begegnungen mitnehmend, startete der TBU laufstark und offensiv. Angriff um Angriff rollte auf das Tor der Hausherren zu, die sich nach dem bis dato eher ernüchternden Saisonstart zumindest für das Ortsderby mehr ausgerechnet hatten. Stattdessen war die heimische Abwehr um Kapitän Moritz Zeh immer wieder in letzter Not gefordert. Bereits nach elf Minuten sorgte TBUler Yannick-Marc Munk mit einem Dribbling um SGU-Schlussmann Marcel Schmied herum für die erste Großchance der Partie. Was beim ersten Mal noch am Außennetz endete, führte gut 20 Minuten später zum verdienten Führungstreffer für die Gäste vom Gehrenwald: Erneut umdribbelte der stark aufspielende Munk den Schlussmann, behielt dieses Mal die Ruhe und vollendete zur Führung.

Angetrieben durch den Führungstreffer ließen die Gäste auch in den folgenden Minuten nichts anbrennen. Die SGU kam derweil meist nur nach Standardsituationen gefährlich vor das gegnerische Tor – ansonsten verloren die Hausherren häufig das Spielgerät viel zu früh im hart umkämpften Mittelfeld.

Umso überraschender fiel der Ausgleich kurz nach Wiederanpfiff: Aus dem Nichts tauchte SGU-Stürmer Lokman Koc nach einem Freistoß vor dem Tor auf und verwertete die Hereingabe sehenswert aus der Luft. Mit dem geglückten Comeback kurz nach der Halbzeit nahm auch der gesamte Spielverlauf wieder an Fahrt auf. Immer öfter musste Schiedsrichter Marcel Ernst nun zur Pfeife greifen und beide Teams zur Vernunft rufen – was gar in zwei Gelb-Roten Karten für überhartes Einsteigen gipfelte: Zunächst erwischte es TBUler Janik Koziol in der 76. Minute, ehe knapp zehn Minuten später auf der Gegenseite Moritz Zeh früher zum Duschen geschickt wurde.

In der Schlussphase bewies die SGU weiterhin Moral und drückte auf den Führungstreffer. Nur eine Glanzparade von Marcel Janik aus kürzester Distanz verhinderte diesen in der 74. Minute. Wenig später glaubten die heimischen Fans den Ball bereits im Netz – doch erneut kratzte TBU-Rückhalt Janik die Großchance mit letzter Mühe von der Linie.

Die finalen Minuten gehörten indes wieder den Gästen, die verbissen auf ein Tor drängten, dabei jedoch ein ums andere Mal die gut herausgespielten Konter nicht zu verwerten wussten.

An genau diesen Situationen verzweifelte am Spielfeldrand Trainer Uwe Braun: „Unsere Chancenverwertung war einfach nicht akzeptabel. Da fehlte uns der Mut zum Abschluss.“ Mit ähnlichen Problemen haderte nach Spielende auch sein Gegenüber – „mangelndes Selbstbewusstsein und Power“, prangerte Ismail Gülec an. „Wir wollten gewinnen, um nach den vergangenen Partien einen Neuanfang zu starten. Nach dem Spielverlauf müssen wir uns aber mit dem Unentschieden zufriedengeben“, befand der Trainer der SGU, der nun in den nächsten Spielen auf eine höhere Punkteausbeute hofft.

SG Untertürkheim: Schmied; Zeh, Schweizer, Singer (45. Zipperlen), Pipilikakis, Tolios, Tsompanidis, Pereira, Miniussi (65. Jesus Ferreira), Koc (84. Falk), Lämmle.

TB Untertürkheim: Janik; Widmann, Bitsch, Gendera, Daniel Höschele, Ott (59. Ilijasevic), Yannick-Mark Munk, Koziol, Oseme Uruwah , Haufe (65. Müller-Kaiser), Sholabomi (83. Schwarz).

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: