Foto: Mathias Kuhn - Mathias Kuhn

Das letzte Jahr im Bezirksrathaus in Wangen war mit dem Umbau des Hauses ereignisreich. Auch im neuen Jahr wird einiges passieren, vor allem das Miteinander soll gestärkt werden.

WangenBeate Dietrich freut sich auf das wenige Tage alte Jahr. Nach den vergangenen Monaten im zur Großbaustelle verwandelten Bezirksrathaus könne es 2020 nur ruhiger, staubärmer und nervenschonender werden. Denn die permanenten Umbauarbeiten, ständig neue Handwerker in den Räumen, mehrfaches Umziehen sowie die ständige Unruhe habe an den Nerven der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genagt. „Wir waren enorm eingeschränkt. Ein großer Dank gilt auch den Besucherinnen und Besuchern, die die Umstände ertrugen und viel Verständnis zeigten“, sagt Dietrich. Noch seien im Rathaus einige kosmetische Kleinigkeiten zu richten, aber der immense Aufwand habe sich gelohnt: Der Aufzug fährt einwandfrei, er garantiert den barrierefreien Zugang ins Rathaus und die neuen Büroräume im denkmalgeschützten Gebäude tragen ihren Namen nun zurecht. Jetzt kann Diskretion und Datenschutz gewahrt werden und es herrscht ein angenehmes Klima. „Wenn die letzten Kleinigkeiten behoben sind, werden wir einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung durchführen“, verspricht Dietrich.

Das Miteinander fördern

Auch im Stadtbezirk konnte einiges bewegt werden. Zeitgleich liefen vergangenes Jahr drei Projekte und brachten Erfolge. Das Team um Quartiersmanager Oliver Bechen hat das Lamm belebt und einen Garten auf der Wangener Höhe für die Bevölkerung eingerichtet. Das Trans Z-Team hat die Homepage des Stadtbezirks Wangen auf Vordermann gebracht. aktive Wangener haben einen Flohmarkt rund um die Kelter organisiert. Genutzt wurden dabei auch die selbstgezimmerten Möbel, die einige Wangener unter Anleitung von Sascha Bauer für den Keltervorplatz angefertigt hatten. Mit dem Projekt Trans Z kamen viele Impulse, wie der Ortskern lebendiger werden und die Straßen zum Treffpunkt der Wangener werden könnten. „Bei mehreren Veranstaltungen sind sich unterschiedliche Generationen und Kulturen begegnet“, freut sich Dietrich.

„Das zentrale Thema ist für mich in diesem und im kommenden Jahr, wie wir künftig miteinander umgehen“, sagt Dietrich. Es verbiete sich eigentlich, dass man auf den Gehwegen parkt wie es in vielen Wohngegenden von Wangen geschieht, seinen Müll auf dem Wangener Berg zurücklässt oder mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Ortskern jagt. Dietrich will noch mehr dafür werben, mehr Rücksicht auf andere zu nehmen. „Mir ist es wichtiger, dass die Wangener vernünftig mit der Nachbarschaft umgehen und gute Strukturen aufzubauen, als Großprojekte an Land zu ziehen“, sagt die Bezirksvorsteherin.

Wangen am Neckar

Dennoch behält Dietrich einige größere Projekt in ihrem Stadtbezirk durchaus im Blick. So werden sich die Bezirksbeiräte sicherlich mit der Erweiterung der Wilhelmschule und mit der Schaffung von Wohnraum beispielsweise durch Nutzung des Bunkers befassen. Sicherlich werde es auch auf dem Wangener Berg weitergehen und Dietrichs Wunsch, einen Drogeriemarkt in der Ulmer Straße anzusiedeln werde sie nicht aufgeben. Längerfristig setzt Dietrich zudem die Hoffnung auf die Internationale Bauausstellung, die dann auch in Wangen Spuren hinterlassen sollte. „Vielleicht wird unsere Vision dann Wirklichkeit, dass Wangen wieder näher an den Neckar rückt. „

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