Vor allem im Berufsverkehr benützen viele Autofahrer die Marktstraße als Abkürzung. Foto: Uli Nagel - Uli Nagel

Die Fraktionsgemeinschaft SÖS/Linke/Plus will mit versenkbaren Pollern den Autoverkehr in der Marktstraße stoppen.

Bad CannstattKurz, aber heftig. Mit diesen Worten lässt sich die Aussprache zum Antrag von SÖS/Linke/PluS trefflich beschreiben. Die Fraktionsgemeinschaft hat bekanntlich vorgeschlagen, an bestimmten neuralgischen Punkten der Fußgängerzone versenkbare Poller anzubringen. Der Grund: Autofahrer, die unter anderem im Berufsverkehr lange Wartezeiten in der Überkinger Straße vermeiden wollen, fahren mit ihren Fahrzeugen kurzerhand durch die Markstraße. Einige sind sogar so dreist, dass sie den Weg durch die Spreuergasse und vorbei am Jakobsbrunnen wählen, um beim Kaufhof auf die König-Karl-Straße einzubiegen und so einem Stau in der Wilhelmstraße aus dem Weg zu gehen.

Damit soll Schluss sein und den Schleichern Poller vor die Nase gesetzt werden. Allerdings schrittweise. In ihrem Antrag schlägt die Fraktionsgemeinschaft drei Dringlichkeitsstufen vor. Wichtig sei, zunächst die Zufahrt von der Badstraße in die Brählesgasse zu unterbinden. Ein Poller gleich neben dem Verwaltungsgebäude wäre ebenfalls wünschenswert.

Die CDU hält nicht viel von dieser Lösung. Im Gegenteil, Bezirksbeirat Thrasivoulos Malliaras hat sogar die Befürchtung, dass sich Poller negativ auf die Einkaufsstraße auswirken und so der Trading-Down-Effekt verstärkt werde. Zudem sehen die Christdemokraten Probleme bei der Berechtigung. Das sieht Peter Mielert von den Grünen anders: „Die Polizei ist bei der Kontrolle überfordert, somit wird das Vergehen nicht sanktioniert.“ Unterm Strich wurde der Antrag befürwortet. Jetzt soll die Verwaltung prüfen, ob so eine Pollerlösung realisierbar ist.

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