Aus und vorbei: Roi Sanchez muss gehen. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Das Projekt des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart mit seinem Trainer ist gescheitert. Unter Sanchez wirkte die Mannschaft zu verunsichert, um noch auf eine Wende zu hoffen, kommentiert Joachim Klumpp.

Fünf Spiele fünf Niederlagen – das kam nicht nur den Verantwortlichen des TVB Stuttgart spanisch vor. Die haben deshalb am Sonntag die Reißleine gezogen und Trainer Roi Sanchez entlassen. Der Spanier ist mit seinem Vorhaben, in der Porsche-Arena attraktiven Handball zu bieten, gescheitert. Nach nur 15 Monaten. Das ist extrem bitter – für alle Beteiligten: Zum einen natürlich für den sympathischen Coach selbst, der mit großen Ambitionen und einem neuen Spielstil gekommen war; aber auch für den Verein, dessen Zukunftsprojekt (Platz zehn in zwei Jahren) damit zunächst einmal ins Wanken gerät. Schließlich hatte Sanchez den Kader nach seinem Gusto zusammengestellt, allerdings auch mit Rückendeckung aus dem Verein: Ob dabei alles optimal gelaufen ist, darf Stand heute bezweifelt werden: Die Flügelzange ist überbesetzt, der Rückraum eher unterbesetzt – das war keine optimale Mischung. Auch wenn korrekterweise hinzugefügt werden muss, dass mit Ivan Sliskovic und Jerome Müller zwei wichtige Stützen verletzungsbedingt gefehlt haben.

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