Unbestechlicher Blick: Gustave Flaubert Foto: imago/United Archives International/imago stock&people

Niemand hat den Roman der Moderne stärker geprägt als der französische Schriftsteller Gustave Flaubert. Seine „Memoiren eines Irren“ geben Einblick in die Werkstatt des großen Illusionszertrümmerers.

Stuttgart - Warum sollte man zu einem Jugendwerk greifen, um sich davon zu überzeugen, dass Gustave Flaubert, dessen 200. Geburtstag an diesem Sonntag ansteht, eigentlich keine Jubiläen braucht, um sich in unser Bewusstsein zu spielen? Warum nicht der Pfahl im Herzen der bürgerlichen Ehe, der Roman „Madame Bovary“, dessen Protagonistin sich einem läppischen Liebhaber an den Hals wirft, um der Tristesse eines geordneten Lebens zu entkommen? Oder die große Ernüchterung der „Éducation sentimentale“, die unter dem Titel „Lehrjahre der Männlichkeit“ gerade ihre letzte Übersetzungshäutung erfahren hat und den idealistischen Flitter des Zeitalters so nachhaltig zerreißt, dass es für den Roman der Moderne kein Zurück mehr gegeben hat? Die Antwort lautet: Weil es sich lohnt, einen Blick in die Werkstatt zu werfen, in der diese Meisterwerke entstanden sind, deren makellose ästhetische Gestalt und unbestechliche Schönheit sich über einem Trümmerfeld der Träume erhebt.

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