Patrick Weiß (li.) und Marc Foto: Strehlow - Strehlow

Der TSV Uhlbach hat das Kellerduell gegen den Stuttgarter Sportclub mit 2:1 gewonnen und damit einen großen Schritt in Richtung direktem Klassenerhalt gemacht. Durch den Dreier haben sie den Abstand auf den Tabellenvierzehnten auf sechs Punkte ausgebaut. Bemerkenswert: Die Kicker vom Götzenberg waren ab der 62. Minute in Unterzahl, brachten die knappe Führung aber über die Zeit.

UhlbachAbgekämpft knieten die Spieler des Stuttgarter Sportclubs nach dem Abpfiff auf dem Boden. Doch auch die Gastgeber aus Uhlbach brauchten einige Minuten, um den hart erkämpften 2:1-Sieg am 28. Spieltag der Kreisliga A, Staffel 1, gebührend zu feiern. Denn durch den dritten Heimdreier der Saison konnte der Aufsteiger mit dem Abwenden des direkten Abstiegs zwei Spieltage vor Saisonende einen Teilerfolg feiern. Der SSC muss dagegen als Tabellenvierzehnter zittern. Marc Huppert (12.) hatte den TSV bereits in der Anfangsviertelstunde vor rund 100 Zuschauern in Führung gebracht. Nachdem Nils Lenzko (30.) den Ausgleich für die Gäste erzielt hatte, stand Patrick Weiß (41./62.) gleich zweimal im Mittelpunkt: kurz vor dem Pausenpfiff sorgte der Uhlbacher Außenverteidiger für die erneute Führung, im zweiten Abschnitt sah er nach zwei Fouls binnen sieben Minuten die gelb-rote Karte. „Wir haben uns endlich einmal für unsere Leistung belohnt“, sagte TSV-Trainer Stefan Walz sichtlich erleichtert, „wir haben in der Saison schon so viele Punkte unnötig liegen lassen“.

Bei sommerlichen Temperaturen waren die Uhlbacher auf dem eigenen Kunstrasenplatz mit dem Anpfiff der Partie hellwach. Bereits in der vierten Minute nutzte Ivan Kis die Startschwierigkeiten der SSC-Defensive aus und setzte den Ball aus 25 Metern mit einem satten Schuss an den linken Pfosten des Tors von Gäste-Keeper Mike Abd El Aziz. Während die Mannschaft von Gästetrainer Armend Mehmeti weiter um Ordnung bemüht war, hielt der TSV den Druck im Angriff weiter hoch. Mit Erfolg. Nach einem Flankenlauf bediente Matthias Bacher, den der Sportclub über 90 Minuten nicht in den Griff bekam, den mitgelaufenen Marc Huppert, der den Ball problemlos zum 1:0 in die Maschen drosch.

Auch nach dem Gegentreffer fanden die Gäste nicht ins Spiel. Die langen Bälle, die SSC-Spielmacher Hans Fakner auf seine beweglichen Angreifer schlug, waren ein gefundenes Fressen für die konzentriert agierende Uhlbacher Viererkette. Die Abwehrreihe der in weiß gekleideten Gäste gewährte dem TSV dagegen weiter großzügig Abschlusschancen, die die Offensive um Kapitän Benjamin Nerz aber fahrlässig liegen ließ. Was sich rächen sollte. Nach dem ersten gelungenen Angriff des Sportclubs traf Nils Lenzko nach Vorlage von Hans Fakner zum überraschenden Ausgleich. Der Ärger auf der TSV-Bank währte aber nicht lange. Kurz vor dem Pausenpfiff stand Patrick Weiß nach einer Ecke von Nerz goldrichtig und schob aus kurzer Distanz ein.

Nach dem Wiederanpfiff musste der Außenverteidiger der Uhlbacher dem Kräfteverschleiß Tribut zollen und kam gleich zweimal im Zweikampf zu spät und durfte mit der Ampelkarte vorzeitig zum Duschen (62.). Mit einem Mann mehr auf dem Platz schafften es die Gäste aus Cannstatt zwar, das Spielgeschehen in die Hälfte des TSV zu verlagern, echte Torgefahr konnte die SSC-Offensive auch im zweiten Abschnitt nicht entwickeln. So blieb es beim knappen, aber nicht unverdienten Sieg der Gastgeber, wie auch Sportclub-Trainer Mehmeti befand. „Uhlbach hat das in der ersten Halbzeit einfach besser gemacht.“ Mit der Einstellung seiner Mannschaft war der 42-Jährige aber durchaus zufrieden: „Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft. So müssen wir in den letzten beiden Partien auch auftreten.“

Dann zählen für den SSC im Heimspiel gegen den TSV Mühlhausen und bei der Sportvg Feuerbach II nur Punkte, um den SV Sommerrain noch vom Relegationsplatz 13 zu verdrängen. TSV-Trainer Stefan Walz blickt der Abstiegsentscheidung angesichts eines Sechs-Punkte-Polsters „relativ entspannt“ entgegen.

TSV Uhlbach: Reber ; E. Bubeck, Weiß, R. Bubeck, J. Hafenrichter, L. Hafenrichter, Bacher, Kis, Thöne (67. Beeg), Nerz, Huppert (46. Schmid).

Stuttgarter SC: Abd El Aziez; Schiefer, Baumgärtner (84. da Silva Pereira), Piconeri, Harald Fakner (75. Salman), Hans Fakner, Schöpper, Riesterer, Park (76. Ido), Lenzko, Panter.

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