PSV-Akteur Francesco Bonanno (rechts) und Uhlbachs Gökhan Kücükcolak im Luftduell. Nach 90 Minuten gewann Uhlbach das Duell souverän. Foto: /Holger Strehlow

Die Fußballer des TSV Uhlbach machen im Spiel der Kreisliga A, Staffel 1, beim PSV Stuttgart aus fünf Chancen vier Tore.

Bad Cannstatt - Der TSV Uhlbach wurde vor der Saison von vielen Konkurrenten als der Titelfavorit schlechthin gehandelt. Und die Kicker vom Götzenberg nehmen diese Rolle gerne an und haben auch nach dem 4:0 (2:0)-Sieg beim PSV Stuttgart weiter eine makellose Bilanz. Es war sicherlich nicht meisterlich, was das Team von Spielertrainer Stefan Schullehner und Trainer Carmine Greco zeigte, meisterhafte Züge hatte es dennoch. Vor allem in Sachen Effizienz im Abschluss. Fünf Chancen hatten die Gäste, vier Mal landete der Ball im Netz. Erstmals nach 29 Minuten und ab diesem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, der Sieger kann nur Uhlbach heißen.

Vorentscheidung nach der Pause

Zuvor war der PSV „einen Tick besser, aber zu umständlich Richtung Tor“, hat PSV-CoachDamian Nagler richtig erkannt. Auch unmittelbar nach der Gästeführung, als Sascha Ferantino die größte PSV-Chance der gesamten Spielzeit leichtfertig vergab. „Danach hat Uhlbach seine Qualität ausgespielt und uns das 2:0 und unmittelbar nach der Pause das 3:0 eingeschenkt. Da konnten wir nicht mithalten“, so Nagler. TSV-Spielertrainer Schullehner, der mit einer Flanke praktisch von der Mittellinie aus der Vorbereiter zum 1:0-Kopfballtor von Marco Kreidl war, hat bei seinem Team nur Schwächen bis zur Führung erkannt.

Fehler eiskalt bestraft

„Das Tor war der Dosenöffner. Zuvor mussten wir uns erst an den ungewohnt großen und rutschigen Rasenplatz gewöhnen, haben dann aber danach das Ganze sehr souverän heruntergespielt.“ Und vor allem die Fehler der Hausherren eiskalt ausgenutzt. Fünf Minuten nach der Führung war nach einem Ballverlust im Aufbau in der Abwehrmitte des PSV erneut ein großes Loch. Lucca Ziegler flankte scharf von rechts, Levin Hafenrichter verpasste, doch Gökhan Kücükcolak drückte den Ball mit der Brust locker über die Linie. In der 51. Minute legte PSV-Akteure Benjamin Oechsle ungewollt für Marc Kevin Thöne auf. Dieser traf aus 16 Metern.

Luft nach oben

Das Tor musste für den Torjäger vom Dienst aus der Vorsaison wie eine Befreiung gewirkt haben, war es doch sein erster Saisontreffer. Ohne groß auf Betriebstemperatur kommen zu müssen, spielten die Uhlbacher weiter, standen sicher in der Abwehr und markierten noch das 4:0. Lucca Ziegler bediente mit einem schönen Flankenwechsel Felix Beeg, der einnetzte. „Bis jetzt läuft es gut, wobei unsere Leistungen noch durchwachsen sind und wir Luft nach oben haben“, so Schullehner, der mit seinem Team bei einer weniger absolvierten Partie mit einem Punkt Rückstand weiter auf Platz zwei hinter dem TV Zazenhausen rangiert.

Konkurrenz spioniert

Dessen Trainer Andreas Kulow schaute sich die gestrige Partie des direkten Kontrahenten übrigens an und war vor allem von der TSV-Bank beeindruckt. „Während wir uns kaum Ausfälle leisten dürfen, sitzen bei Uhlbach gleich noch mehrere sehr gute Akteure auf der Bank“, hat Kulow erkannt.

Breiter Kader

PSV-Coach Nagler zeigte sich trotz der 0:4-Niederlage mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht unzufrieden. „Die Qualität, um vorne mitzuspielen, fehlt uns noch. Da ist Uhlbach klar stärker. Aber wir sind auf einem guten Weg und haben uns verbessert. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nichts mit dem Abstieg zutun haben werden.“

PSV Stuttgart: Gaeta; Bonanno, Sey­fried, Oechsle (54. Guerra), Söllner, Yanar, Kevin Schmidt, Dennis Schmidt, Ferantino, Payo, Koc.

TSV Uhlbach: Groothoff; Tim Fröschle (76. Currle), Schullehner, Kreidl, Beeg, Pachner, Levin Hafenrichter, Ziegler, Schuler, Kücükcolak (64. Jonas Hafenrichter), Thöne .

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