Tobias Foto: Yavuz Dural

Den Fußballern von der Hafenbahnstraße gingen die Spieler aus. Der Verein hatte Bedenken, eine Mannschaft stellen zu können.

Obertürkheim - Die Erleichterung hört man Wolfgang Frech förmlich an. Der Abteilungsleiter des VfB Obertürkheim ist froh, dass seine aktiven Fußballer nicht aus den Spielplänen des Stuttgarter Amateurfußballs verschwinden, sondern künftig eine Spielgemeinschaft mit der SportKultur Stuttgart bilden. Der Name: SPG VfB Obertürkheim/SportKultur Stuttgart. Als Liga höherer, der Kreisliga A, taucht der Name Obertürkheim an erster Stelle auf. So wollen es die Statuten.

Nachdem 15 Spieler – sieben davon inklusive Stefan Schullehner (neuer Spielertrainer) wechselten hoch auf den Götzenberg zum Lokalrivalen TSV Uhlbach – den Verein verlassen oder aufgehört haben, fehlte es an der Hafenbahnstraße an den kickerischen Kapazitäten. Übrig geblieben sind nämlich nur acht Akteure. Zu wenig für ein eigenständiges Team, zumal Neuzugänge nicht in Sicht waren und auf den Nachwuchs auch nicht zurückgegriffen werden konnte. „Wir haben keine A- und B-Jugend, erst Teams von den C-Junioren abwärts“, so VfB-Abteilungsleiter Frech. Somit ging die Suche nach einer Alternative los, um den Namen VfB Obertürkheim am aktiven Stuttgarter Fußball-Markt zu halten. Fündig wurde man „per Zufall“, so Frech, dann bei der SportKultur Stuttgart, die bislang mit zwei Mannschaften in der Kreisliga B spielte. Der Abteilungsleiter schilderte den SportKultur-Verantwortlichen die prekäre Lage und „wir wollten dem VfB helfen, damit sie nicht aus den Spielplänen verschwinden“, nennt SportKultur-Abteilungsleiter Peter Schelhas einen Grund, warum man nun gemeinsame Sache macht. Ein weiterer Grund sei die Sicherstellung einer zweiten Mannschaft. „Eine Zweitvertretung ist uns wichtig. In der abgelaufenen Saison konnten wir zwar eine stellen und mussten sie auch nicht zurückziehen. Jedoch war vor den Spielen viel Telefonieren gefragt, um sonntags ein Team stellen zu können.“ Damit sollte nun Schluss sein. Schließlich stünden der Spielgemeinschaft um die 35 Spieler zur Verfügung – und zwei Übungsleiter. Denn sowohl Obertürkheims bisher­iger Coach Uli Busch als auch SportKultur-Trainer Stephan Hentschel sind für die Teams verantwortlich. Wie die Aufteilung sei, würden die Coaches untereinander ausmachen, so Schelhas.

Sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft werden ihre Spiele auf dem Frauenkopf – ehemals Platz des SKV Rohracker – austragen.

Schelhas macht aber auch keinen Hehl daraus, dass auch die Aussicht auf die Kreisliga A – also eine Etage höher als bisher – ein Grund für die gemeinsame Jagd nach Punkten und Toren war. Natürlich wäre man auch gerne normal aufgestiegen, aber dem war nicht so. „Nun müssen wir die Chance nutzen und versuchen, die Spielgemeinschaft in der Kreisliga A zu etablieren.“ Das neue Projekt ist erst mal auf eine Saison angelegt. „Dann ziehen wir Bilanz und sehen weiter“, sagt VfB-Abteilungsleiter Frech.

Die Wege der Obertürkheimer Fußballer: Tim Fröschle, Maik Groothoff, Alexander Hofstetter, Pascal Kaiser, Florian Pachner, Stefan Schullehner, Tim Wagner (alle TSV Uhlbach).Nikolai Pozorski, Oliver Stegbauer, Philipp Stegbauer (alle SV Gablenberg). Patrick Teuber (TB Untertürkheim), Patrick Löchner (Spvgg Möhringen). Kai Brunn, Nico Livolsi, Kevin Moser, Jonas Stich, Masees Meenasyan, Tobias von Beber, Tobias Zucknick, Michael Bothmann (alle Spielgemeinschaft VfB Obertürkheim/SportKultur Stuttgart). Andreas Löchle, Michael Schmid, Erol Kayhan (hören allesamt auf).

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